Vorweihnachtliche Verzwickungen

Noch drei Tage bis Heilig Abend. Die Innenstädte sind voll von Geschenkesuchenden und Weihnachtsmarktbesuchern, in den Küchen duftet es nach Plätzchen und aus dem Radio schmettern uns Wham! Last Christmas entgegen. Könnte alles super dazu beitragen, in Weihnachtsstimmung zu kommen – wenn dieses Wetter nicht wäre! Die vergangenen Tage waren hier geprägt von Extremen (Gewitter, Sturm, Hagel, Regen, Regen, Regen, Schnee). Ehrlich gesagt bin ich froh, dass wir noch leben. Ok, ich übertreibe ein wenig. Unter Winterwetter stelle ich mir jedenfalls etwas anderes vor. Seid ihr trotzdem schon in Weihnachtsstimmung und habt sogar schon alle Punkte auf der Weihnachts-to-do-Liste abgehakt?

Der Titel dieses Beitrages lässt darauf schließen, dass wir Verzwickungen zu Weihnachten haben. Ehrlich gesagt sind es eher zwei unterschiedliche Themen, die nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Aber ein Blogtitel ohne „und“ ist doch schöner und außerdem fielen die Verzwickungen auch in die Vorweihnachtszeit. Also passt es doch wieder 🙂

Fangen wir mal mit den nicht so schönen Dingen an. Bei einem Feedback soll man ja auch das Positive ans Ende packen, dann tut’s nicht so weh 😀 Die regionalen Postzusteller und Paketauslieferer wird es freuen: wir haben endlich ein Straßenschild. Allerdings war wohl der zuständige Sachbearbeiter am Tag der Bestellung noch etwas müde, denn unser Straßenname hat einen Buchstaben zu viel. Uns fiel das erst nach einem Hinweis der Nachbarn auf. So, wie der Name jetzt geschrieben ist, wäre es sogar einfacher für alle (Postbote, Einwohnermeldeamt, Banken und nicht zuletzt für uns als Anwohner). Aber die Gemeinde wollte den Straßennamen ohne den zusätzlichen Buchstaben und so meldeten wir uns alle ordnungsgemäß auf „Straßenname ohne zusätzlichen Buchstaben“ um. Und nu das. Eine unserer Nachbarinnen nahm Kontakt mit der Gemeinde auf – das neue Straßenschild ist bestellt. Hoffentlich wird dann nicht mehr als ein Buchstabe wegreduziert. Aus Kostengründen oder so.

Aus Kostengründen haben wir auch noch keine Straße. Ich berichtete ja hier bereits darüber. Aufgrund des merkwürdigen Wetters der vergangenen Tage gleicht unsere „Straße“ nun aber eher einer Seenlandschaft. Zu Fuß war teilweise kein Durchkommen. Zeitweise dachten wir über die Beantragung eines Schlauchbootes bei der Gemeinde für die Erledigung unserer Einkäufe im angrenzenden Supermarkt nach. Dürfte ja günstiger sein als ne ganze Straße… Ich finde es schon recht verwunderlich, dass wir die Gemeinde immer daran erinnern müssen, sich um die Instandhaltung der provisorischen Straße zu kümmern. Impressionen der hillerserschen Seenplatte:

Da wir schon bei der Gemeinde sind: gegenüber von und neben uns wird derzeit kräftig gebaut. Jeder Bauherr kennt sicher die Vorgaben von Baufenstern auf Grundstücken. Innerhalb dieses Fensters darf gebaut werden, darüber hinaus nicht. Einige unserer Nachbarn haben bei der Gemeinde um Ausnahmen gebeten, damit sie z. B. ein Carport neben und nicht vor das Haus bauen können. Bei einer Familie durfte das Haus nicht mal mehr um einen Meter gedreht werden. Gut, wenn das so ist, dann nimmt man das halt so hin. Man hat ja bei der Gemeinde und dem Bauamt nach Ausnahmeregelungen gefragt. Nun wird hier aber ein Haus gebaut, dass sich sieben (!) Meter außerhalb des Baufensters befindet – mit Genehmigung. Das bedeutet für den einen Nachbarn (auf der anderen Seite hat er keinen), dass er wohl so gut wie keine Sonne mehr in seinem Garten haben wird. Das allein ist schon ein Grund, um ärgerlich zu werden. Denn für alle anderen waren bisher keine Ausnahmen möglich. Dass aber nicht mal vor Baubeginn das Gespräch mit dem Nachbarn gesucht wird, ist nicht nur traurig, sondern deutet auch auf eine wundervolle zukünftige Nachbarschaft hin. Für den sonnenfreien Nachbarn wäre diese Tatsache der Baufensterverschiebung zu seinen Ungunsten übrigens ein Grund gewesen, das Grundstück nicht zu kaufen. Nachvollziehbar.

Auch im Haus gibt’s Verzwickungen. Seit zwei Wochen knarrt die Treppe auf den unteren Stufen. Teilweise so sehr, dass man denkt, man kommt nicht mehr oben an, weil die Treppe gleich zusammen bricht. Ok, ich übertreibe wieder. Die Bildzeitung macht das ja auch. Wir haben dem Treppenbauer schon Bescheid gegeben und er wird sich das nach Weihnachten ansehen.

Dieses stürmische Wetter hatte auch was Gutes. Wir haben festgestellt, dass ein Fenster im Arbeitszimmer nicht mehr dicht ist. Auf der Seite, an der sich die Scharniere befinden, liegt das Fenster nicht mehr am Rahmen an. Wir können sogar hinter die Dichtung fassen, obwohl das Fenster geschlossen ist. Jetzt zieht es wie Hechtsuppe. Freuen wir uns ausnahmsweise, dass wir momentan frühlingshafte Temperaturen haben. Auch der Fensterbauer weiß Bescheid und kommt ebenfalls nach Weihnachten. Dabei guckt er sich auch eine Außenjalousie an, die am Rollladenkasten schrabt. Von außen sind am Rollladen schon Beschädigungen zu sehen. Foto hab ich leider keins gemacht.

Und das, was uns am meisten ärgert, sind die Sockelfliesen im Wohnzimmer. Die finden es nämlich an der Wand irgendwie nicht mehr so toll und beendeten die von uns eingefädelte Beziehung zur Wand. Haben quasi die Scheidung eingereicht. Mit anderen Worten: im Wohnzimmer und auch teilweise im Flur haben sich die Sockelfliesen von der Wand gelöst. Wir dürfen nun alle wieder entfernen und neu ankleben. Das wird ein Spaß…

So, kommen wir doch zu den positiven Dingen. Ein bisschen Weihnachtsstimmung ist auch bei uns aufgekommen. Ich bin seit der letzten Novemberwoche für den fast ununterbrochenen Plätzchenduft im Haus zuständig. Der Herr Bauherr hat das Haus ins rechte Licht gerückt und sich um die Weihnachtsbeleuchtung innen wie außen gekümmert. Wir haben einen schönen Adventskranz gebastelt und uns gegenseitig mit Adventskalendern überrascht. Auch der Weihnachtsbaum ist schon besorgt. Den haben wir hier aus dem Ort und er war auch noch sagenhaft günstig. Werden wir uns für’s nächste Jahr merken. Hier ein paar Eindrücke (bitte entschuldigt die teilweise bescheidene Qualität. Leider wird es draußen immer so schnell dunkel, wodurch die Fotoqualität leidet).

Wenn nicht noch etwas hochspektakuläres passieren sollte, wird dies der letzte Beitrag von uns in diesem Jahr gewesen sein. Wir wünschen allen Lesern, derzeitigen und zukünftigen Bauherren, stolzen Eigenheimbesitzern – eigentlich jedem, der diese Zeilen liest, fröhliche Weihnachten. Habt wundervolle Stunden mit euren Familien, kommt etwas zur Ruhe, freut euch auf gutes Essen und tolle Geschenke. Rutscht auch gut ins neue Jahr – wir hören uns in 2015! 🙂

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten!

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2 Gedanken zu “Vorweihnachtliche Verzwickungen

  1. Zu den Sockelfliesen: habt ihr eventuell zu tief tapeziert und dann die Sockelfliesen mit auf die Tapete geklebt? Das ist ein häufiger Fehler. Die Fliesen sollten direkt auf den Putz geklebt werden. Ansonsten schöne Weihnachtstage!

    • Bei einigen Fliesen könnte das tatsächlich der Fehler sein. Aber wir haben inzwischen mit dem Fliesenleger sprechen können. Er sagt, dass sich der Estrich bewegt hat und die Silikonfuge zwischen Bodenfliese und Sockel die Sockel quasi von der Wand gezogen hat. Hilft alles nichts, muss neu gemacht werden 🙂
      Wir hoffen, ihr hattet auch erholsame Feiertage!

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