Baustraßenkrisensitzung

Du ahnst es nicht, nun sind seit dem letzten Artikel wieder einige Wochen ins Land gestrichen. Es ist und war aber auch so einiges zu tun. Aus diesem Grund werde ich die Ereignisse der vergangenen Wochen auch in mehrere Artikel unterteilen.

Beginnen wir heute mal mit News zur Baugebietsstraße. Dazu habe ich leider keine Fotos. Wer also nur Fotos gucken möchte, muss auf den nächsten Beitrag warten 🙂 Das letzte Update zur Straße gab es kurz vor Weihnachten in diesem Artikel. Darin zu sehen unsere Baustraße als Seenplatte mit Naherholungsgebietscharakter (was für eine Wortkreation). Kurz zusammengefasst war der Stand der Dinge, dass wir weiterhin auf unsere Straße warten dürfen, bis der neue Bauabschnitt bebaut ist. Ohne Bauzeitfrist kann das Anno Knipps werden. Außerdem sollten wir die netten Angestellten der Samtgemeinde regelmäßig an die Ausbesserung unseres Schlaglochweges erinnern, wenn es denn mal wieder soweit ist. Denn bedauerlicherweise ist so viel zu tun, dass das Bauamt nicht einmal in drei Monaten zur Inspizierung vorbei kommen kann. 🙄

Es hat sich aber nun doch einiges getan – zumindes in der Theorie. Vor ca. fünf Wochen erhielten alle Anlieger unseres Baugebietes einen (Liebes-)Brief von der Gemeinde Hillerse mit einer Einladung zu einer Krisensitzung zum Thema Straße. Man achte auf die Unterscheidung Gemeinde und Samtgemeinde. Denn man glaubt es kaum, sie scheinen sich untereinander nicht zu unterhalten. Aber dazu später mehr. Wir versammelten uns also am entsprechenden Tag auf unserer Auffahrt (es kamen ca. 13 Personen zusammen), tranken uns noch kurz Mut an und marschierten dann zum Veranstaltungsort. Dort trafen wir auf weitere Anlieger, die sich mit anderen Transportmitteln dorthin begeben hatten. Alles in allem saßen wir dort nun mit etwa 40 Anliegern, 12 Vertretern der Gemeinde inklusive unseres Bürgermeisters, einem Entsandten der Samtgemeinde sowie einem Angestellten des zuständigen Vermessungsbüros. Es wurde allerhand besprochen: soll es extra Parkflächen auf der Straße geben, sollen Pflanzflächen eingeplant, welche Bepflanzung realisiert, und wie der Spielplatz gestaltet werden. Und natürlich ging es auch um das Thema Zeitpunkt Endausbau der Straße bzw. Pflege der aktuellen Baustraße. Es stellte sich heraus, dass das Bauamt eigentlich vierteljährlich die Schlaglöcher in der Straße beseitigen soll, was allerdings nicht geschieht. Davon wusste die Gemeinde Hillerse gar nichts und bekräftige dann unseren Unmut über die Zustände. Sie gingen davon aus, dass nicht nur das veranschlagte Geld vereinnahmt sondern auch die Arbeiten ausgeführt würden. Der Herr von der Samtgemeinde sagte dazu nicht sonderlich viel. Nur, dass das Bauamt ja so viel zu tun hätte. Auf die Frage, wann wir denn den Endausbau wünschten, stimmten wir nahezu einstimmig für sofort. Auch hier stand der Bürgermeister und die Gemeinde Hillerse wieder auf unserer Seite. Der Samtgemeindeangestellte ist allerdings gegen diese Idee und gab zu Bedenken, dass doch die Straße beschädigt würde, wenn die Baufahrzeuge der anderen Baugründstücke erst noch über die Straße führen. Dieses Argument wurde dann aber vom Herrn Vermessungsbüro schnell entkräftigt: in Deutschland hat jede Straße eine Belastungsklasse. Diese Klasse gibt an, wie viele Überrollungen die Straße mit einem 10-Tonnen-LKW aushalten muss, bevor sie kaputt gehen darf. Wer sich da mal schlau lesen möchte, guckt bei Wikipedia. Unsere Straße hat einen Wert von 0,3, was 300.000 Überrollungen bedeutet. Heißt also, dass die Straße durch die Bau-LKWs und diverse Müllfahrzeuge die nächsten Jahrzehnte nicht kaputt gehen sollte/darf.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Straße kommt nun zu Beginn des neuen Jahres. Bis dahin bekommen wir eine sogenannte Tränkdecke im vorderen Straßenbereich, die dann auch keine Schlaglöcher mehr ausbilden sollte. Bedeutet ja auch eine Arbeitsentlastung für das überlastete Bauamt. Die sollten mal streiken. Wo ist nur Herr Weselsky, wenn man ihn mal braucht…? Alle Nachbarn können im nächsten Jahr ihre Gärten fertig anlegen und Zäune bauen. Und mit allen zukünftigen Verzwickungen werden wir nun gleich auf unseren Bürgermeister oder ein Mitglied des Gemeinderates zugehen. Dann bewegt sich auch etwas. Die Damen und Herren der Samtgemeinde dagegen sollten mal ein Seminar zum Thema Kommunikation und Feedback belegen. Dann klappt’s auch mit der Einwohnerzufriedenheit. 😉

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