Pflaster- und Terrassenarbeiten

Weiter geht’s mit der Update-Reihe – mit Bilderflut. Heute erzähle ich euch, was wir in den vergangenen Wochen im Garten getan haben. Das „wir“ müsste ich eigentlich durch „der Bauherr“ ersetzen. Denn er hat einen solchen Ehrgeiz entwickelt, dass man ihn kaum bremsen kann. Sonntags entspannt auf der Terrasse sitzen und einen Kaffee trinken geht ganze 30 Minuten gut. In der Zeit hat er wieder etwas entdeckt, was selbst an einem Sonntag nicht liegen bleiben kann. Ich sehe es schon kommen: wenn der Garten irgendwann mal fertig sein sollte, fängt er vorn an, etwas raus zu reißen. Nur, um es dann wieder neu zu machen 😀

Zurück zum Thema. Im April hatten wir zwei Wochen Urlaub und nutzen die Zeit, zunächst das Carport zu streichen. Wir haben uns im örtlichen Holzhandel die gleiche Farbe besorgt, die wir auch schon für unsere Dachüberstände genommen hatten. Nur dass die Farbe dieses Mal der Farbe unserer Fenster entspricht. Das klappt sehr gut, wenn man die RAL Farbe seiner Fenster auch kennt… Zum Glück haben wir eine hervorragende Ordnung, durch die man schnell alles wieder findet… 😀 Wem unsere Fensterfarbe und damit auch die Carportfarbe gefällt, es ist die Farbe schiefergrau mit der Nummer 7015. Die Unterseiten des Carports sind bisher noch ungestrichen. Wir wollen sie auch weiß anstreichen, damit es unter dem Carport nicht so dunkel ist. Bisher scheitert es immer nur an der nicht vorhandenen weißen Farbe. Ich glaub, da müssen wir mal was dran ändern.

Anschließend haben wir die Fläche hinter dem Carport gepflastert. Bauherr und Bauherrin ganz allein. Wir, und vor allem ich, sind/bin schon ziemlich stolz, dass wir das so gut hinbekommen haben. Wer mich kennt und das dann hört, kann sich nicht vorstellen, dass ich da mitgewirkt habe. Ist aber echt so 😀 Die 6x2m große Fläche haben wir zuerst mit noch vorhandenem Mineralgemisch aufgefüllt und abgerüttelt. Anschließend haben wir Granitborde als Einfassung in Magerbeton gesetzt. Da von der Fläche später eine Stufe auf den Rasen hinunter gehen soll, haben wir ein Bord mit einer größeren Höhe gewählt. Denn eine Stufe sollte immer ca. 15cm hoch sein. Die anderen Borde waren flacher. Man sieht sie ja auch später nicht. Am nächsten Tag haben wir dann Splitt in die Fläche eingebracht und glatt abgezogen. Dann kamen die Steine drauf, die wir auch noch über hatten. Als letztes haben wir die Pflasterfläche noch abgerüttelt und nun wartet sie darauf, eingefegt zu werden. Das hört sich jetzt alles so einfach und schnell gemacht an. Das Mineralgemisch z. B. lag aber auf der anderen Seite des Hauses und war bereits verdichtet. Wir planten vor einem Jahr noch die Terrasse bis dorthin. Da wir für so kurze Zeit keinen Minibagger mieten wollten, haben wir das Mineral von Hand gelöst. Was für eine sch*** Arbeit! Am nächsten Tag merkten wir jeden Muskel 🙂

Nachdem nun die Fläche hinter dem Carport fertig war, machten wir uns an die Neuverlegung der Terrassenplatten. Leider sind sie innerhalb eines Jahres abgesackt, waren teilweise wackelig und die Terrasse war noch ohne Einfassung. Wir wollten sie nun aber doch mit einer Einfassung versehen. Begonnen haben wir mit der Herstellung eben dieser. Dafür haben wir Granitkleinsteinpflaster 9/11 verwendet. Zwischendurch hat der Bauherr noch eine Wassersteckdose in die Terrassenfläche eingebaut und ein PE-Rohr unter dem auch schon wieder prima verdichteten Mineralgemisch verlegt. An dieses sollen dann noch weitere Wassersteckdosen angeschlossen und im Garten verteilt werden. So müssen wir den Gartenschlauch nicht ellenlang hinter uns durch den Garten ziehen, sondern stöpseln den Schlauch einfach da in die Dose, wo wir ihn gerade brauchen. Es gibt da einen Hersteller, der da prima Lösungen anbietet. Guckst du hier. Als das alles fertig war, kam dann der Bauherren-Schwiegervater (also mein Vater 😉 ) und verlegte uns die Platten neu. Den Untergrund hatten wir natürlich etwas aufgefrischt und streuten etwas trockenen Zement unter die Platten. Verfugt haben wir alles mit Fertigfugenmörtel, der auch sofort abbindet und fest wird. Unkräuter und Ameisen müssen sich also einen anderen Weg suchen.

So, Terrasse war nun auch schick. Ein schickes Bild haben wir aber irgendwie noch nicht gemacht. Männchen war aber noch langweilig. Also machte er mit dem Weg um die rechte Seite des Hauses weiter. Auch hier setzte er eine Kante aus Granitpflaster und legte noch ein Beet unter unserem einen Wohnzimmerfenster an. Hier verzichteten wir auf eine Traufkante, weil dort Rindenmulch aufgebracht wird und die Hauswand dann nicht verschmutzt wird. Mit einer Traufkante wäre das Beet zu schmal und der Weg anders geworden, als geplant.

Irgendwie gleichzeitig, ihm wird ja sonst langweilig, baute er auch die Einfassung der Holzterrasse, die wir noch anlegen wollen. Sie soll 3x3m groß werden und über eine Stufe von der Terrasse aus erreichbar sein. Man sitzt quasi etwas vertieft auf Rasenniveau. Ringsherum, außer nach vorn, sollen Pflanzflächen sein, zwischen denen wir dann sitzen. Mit Bienchen und Schmetterlingen als Kaffeekranzbegleitung. Als Einfassung wählten wir dafür Granitpalisaden, da diese ja zu sehen sind. Auch hierfür musste natürlich das 1A verdichtete Mineralgemisch weggeschaufelt werden… Nun warten wir auf die bestellten Holzdielen, um dann die Holzterrasse auch fertigstellen zu können.

Ein paar Pflanzen stecken seit ein paar Tagen auch ihre Füße in unsere Beete. Dazu soll es aber einen gesonderten Beitrag geben. Genauso wie über die schwierige Entscheidung des richtigen Belages für die Holzterrasse. Hat so seine Zeit gedauert, bis wir uns endlich festgelegt hatten. 🙂

Wir freuen uns jedenfalls sehr, dass wir die Arbeiten fast alle allein so gut geschafft haben und genießen jetzt schon viele schöne Stunden auf unserer Terrasse und im Garten. 🙂

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4 Gedanken zu “Pflaster- und Terrassenarbeiten

  1. Ich finde es absolut bewundernswert wie ihr das alles alleine hinbekommt. Wir bauen gerade selbst unser eigenes Häuschen und ich muss zugeben, das ich teilweise zu viel Angst habe mich an manche Dinge selbst zu trauen. Man hat ja doch die Sorge irgendwas falsch zu machen und noch mehr Kosten zu verursachen. Für viele Arbeiten kennt man ja jemanden der jemanden kennt, mal sehen wie das alles wird. Im nächsten Monat beginnen wir mit der Bodenplatte 🙂

    • Wir hatten anfangs auch vor vielen Dingen Respekt. Aber Dank des Internets kann man sich in die meisten Dinge gut einlesen und versucht es dann selbst. Wenn man dabei dann feststellt, dass man es doch nicht gut hinbekommt, kann man sich immer noch professionelle Hilfe holen. Ich finde auch, dass man durch viel Eigenarbeit mehr mit seinem Häuschen „zusammen wächst“.
      Viel Erfolg für euer Bauprojekt! Schreibt ihr auch einen Blog?

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