Bautag 27: Lichtgeschwindigkeit

Im letzten Beitrag gab ich den Ausblick, dass heute mit dem Mauern des Obergeschosses begonnen werden sollte. Und was soll ich sagen, auch dies wurde wieder eingehalten. 🙂

Nach der Arbeit machte ich einen Abstecher auf die Baustelle und staunte nicht schlecht, wie weit die netten Maurer heute gekommen sind. Ich hab wieder Fotos gemacht, sonst glaubt mir das am Ende keiner 😉

Einen Termin für’s Richtfest haben wir auch schon, es wird der 29.11.. Wir konnten den Termin nach Rücksprache mit Firma Peters und Schulz von Donnerstag auf Freitag verschieben. Darüber freuen wir uns sehr, da so auch ein paar Gäste mehr kommen können, die sonst wegen Arbeit nicht kommen konnten.

Nach dem Termin gestern mit dem Energieversorger hat der Bauherr mit diesem einen Termin für die Hausanschlüsse vereinbart. Auch dies soll schon bald geschehen, nämlich am 12.12.. Dann kann uns bald ein Lichtlein aufgehen 😉

Im letzten Beitrag habe ich auch über den Flachkanal für die Dunstabzugshaube berichtet. Hier gab es noch ein paar Komplikationen… (uns soll ja nicht langweilig werden). Wir brauchen für die Haube bei einem Rundrohr einen Querschnitt von mindestens 150, allerdings ist zwischen der Bewehrung der Platten der Zwischendecke vor dem Einbringen des Ortbetons nicht ausreichend Platz für ein entsprechend breiten Flachkanal. Da unser Küchenberater leider im Urlaub war und wir von einer netten Dame des Möbelhauses die Auskunft bekamen, dass wir doch auch einen kleineren Querschnitt nehmen könnten ( 🙄 ) und im Baumarkt auch sowieso kein 150er Querschnitt vorhanden war, wählten wir die nächst kleinere Größe. Nachdem alles besorgt und vom Bauherren auf die Zwischendecke eingebracht war, haben wir uns dann mal überlegt, ob das nicht doch zu klein sein könnte. Ich machte mir vor allem um den Geräuschpegel Gedanken, wenn sehr viel Luft durch so einen kleinen Kanal muss. Kurze Recherche im Internet ergab, dass es eindeutig zu klein ist. Ein wesentlich breiterer Kanal würde aber aus dem Ortbeton heraus gucken, da er nicht zwischen die Bewehrung passt. So war auch erst der Plan. Information vom Bauträger: so geht das nicht. Kanal darf nicht rausgucken. Muss entweder komplett im Ortbeton verschwinden oder gleich unter die Dämmung des Estrichs verlegt werden aber entweder mit oder zu kombinieren ist nicht möglich. Gut, kommt’s halt unter die Dämmung und alles ist wieder in Ordnung.

Advertisements

Bautag 10: Außenmauern Erdgeschoss

Wir fahren momentan zwar so gut wie jeden Tag einmal auf die Baustelle, um zu gucken, was dort bisher passiert ist. Aber die Bauarbeiter sind so fix, dass wir bald mit dem Gucken nicht mehr hinterher kommen. Mittwoch wurde die Bodenplatte gegossen, Donnerstag wurde ein Kran aufgestellt und die Bodenplatte konnte weiter trocknen und bereits am Freitag wurde mit dem Mauern begonnen. Gegen Mittag gestern stattete der Bauherr der Baustelle einen kurzen Besuch ab und hat die erste Reihe rund ums Haus schon begutachten können. Heute schauten wir wieder vorbei und drei Seiten des Hauses sind schon knapp 1,80m hoch gemauert. Auch die erste Palette Dämmung steht schon bereit und wartet auf ihren Einsatz. Laut unserem Bauträger kommen in der kommenden Woche schon die Klinker und es wird damit begonnen, auch diese schon zu verarbeiten.

Wir können wirklich nur hoffen, dass das Wetter hält. Dann haben wir bis zum Winter das Dach dicht.

Ansicht Süd

Ansicht Süd

02.11.2013 - Außenmauern II

Ansicht Nord

Ansicht Nord

Unser Kran

Unser Kran

Wir haben auch in der Zwischenzeit ein Nachtragsangebot zu unseren möglichen Mehrleistungen bekommen. Die Deckenspots sollen auf jeden Fall eingebaut werden und die Vorbereitungen dafür, von denen ich auch schon mal berichtete, sind nun günstiger als uns anfangs mitgeteilt wurde. Wir liegen hier knapp über 1.000 Euro. Bei den anderen Positionen überlegen wir noch und haben dabei immer unsere Kostentabelle im Blick ;).

Und wir haben uns endlich für eine Heizungsanlage entschieden (die Vorüberlegungen können hier nochmal nachgelesen werden). Am Freitag kam uns ein Außendienstmitarbeiter der Firma Vaillant besuchen und stellte uns die Zeolith-Wärmepumpe genauer vor. Das Konzept überzeugt uns. Man benötigt zwar immer noch einen Gasanschluss, den wir aber sowieso vorgesehen hatten. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kommt für uns weiterhin nicht in Frage, da wir in kalten Wintern nicht mit Strom durch die Zuschaltung eines Heizstabes heizen wollen. Und die Zeolith-Wärmepumpe benötigt erst Gas zur Unterstützung, wenn nicht genug Wärme durch die Solarkollektoren auf dem Dach erzeugt werden kann. Denn diese Wärme wird zur Trocknung des Zeoliths benötigt. Dieses Mineral ist die eigentliche Wärmequelle. Auf die Frage, wieso dieses Gerät nicht öfter eingebaut oder von den Heizungsinstallateuren angeboten wird, war die Antwort: der Preis. Diese Anlage ist leider etwas teurer als eine klassische Gas-Brennwerttherme mit Solar zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Aber dafür spart man einiges an Gas ein und nutzt stärker erneuerbare Energien. Häufig entscheiden sich die Bauherren gegen diese Anlage und bauen sich für den gesparten Preis lieber einen schöneren Gartenzaun vor’s Grundstück. 😉

Neben dieser Entscheidung haben wir uns im gleichen Atemzug gegen eine Lüftungsanlage entschieden. Das war die wohl schwierigste Entscheidung bisher. Aber nach einigen Recherchen, Vergleichen und Gesprächen haben wir eine gute Alternative gefunden, die man unter Umständen später nachrüsten kann. Für mich käme eine zentrale Lüftungsanlage nur wegen meiner Angst vor Schimmel in Frage. Die Punkte, die gegen eine solche Anlage sprechen, überwiegen bei uns:

  • die Türen müssen höher gesetzt werden, damit kein Pfeiffen unter ihnen entsteht
  • wird die Anlage nicht richtig eingebaut, fungieren die Dosen der Lüftung wie ein Dosentelefon. Gespräche oder Geräusche aus anderen Räumen sind stärker zu hören. Nichts für mich mit meinem leichten Schlaf.
  • überall herrscht nahezu das gleiche Klima. Wir haben es aber gern im Schlafzimmer etwas kühler und im Bad wärmer. Hier müsste die Fußbodenheizung einiges dazu beisteuern, aber kühlen kann sie noch nicht.
  • zusätzliche Stromkosten
  • nicht unerhebliche Mehrkosten

Wir gucken mal, ob wir wirklich ein Schimmelproblem ohne diese Lüftung bekommen. Sollte es so kommen und wir den Luftaustausch nicht durch manuelles Lüften reguliert bekommen, werden wir dezentrale Lüftungen mit Wärmerückgewinnung einbauen. Es soll ja nicht im Winter die kalte Luft von draußen direkt dem Wohnraum zugeführt werden. Dann bräuchten wir das Haus auch nicht so toll dämmen und uns eine super umweltfreundliche Heizung einzubauen. Für die Nachrüstung ist zwar eine Kernbohrung notwendig, aber auch das ist machbar und nicht so teuer wie der Einbau einer zentralen WRL.

Die Fliesenentscheidung im Bad ist nun auch gefallen. Nur beim Mosaik müssen wir noch etwas rumtesten. Wir haben uns ein Mosaik des gleichen Herstellers im Internet angesehen. Leider führen nur wenige Händler hier in unserer Gegend diese Marke und wenn sie es tun, haben sie nicht alles im Angebot. Ist auch verständlich. Es gibt unendlich viele Fliesen von tausenden Herstellern. Man muss Prioritäten setzen. Eine Matte des Mosaiks haben wir uns nun zur Ansicht im Internet bestellt. Wenn sie uns gefällt, werden wir sie einbauen. Wir müssen nun noch mit dem Bauträger besprechen, wie wir das mit der Lieferung und dem Kauf machen. Eigentlich ist im Hauspreis auch die Fliesenlieferung mit enthalten. Aber der Händler, bei dem wir uns die Fliesen aussuchen dürfen, hat eben diese Marke nicht. Ich nehme an, die Summe wird herausgerechnet und wir müssen die Fliesen selbst stellen. Sollte aber auch kein Problem sein.

Unser Fazit dieser Woche: wir wissen nicht, woran wir als erstes denken und was als letztes erledigen sollen 🙂