Lichtgeschwindigkeit der Bank…

Ich möchte das Thema des letzten Beitrages noch einmal aufgreifen. Dieses Mal im Bezug auf unsere kreditgebende Bank. Ich befürchte, die netten Damen und Herren wissen nicht mal, wie „Lichtgeschwindigkeit“ geschrieben wird.

Vorsichtig gesagt bin ich nicht so erfreut darüber, wie unsere Zahlungsabrufe zum Darlehen bearbeitet werden. Aber mal genug mit der Vorsicht und der vornehmen Zurückhaltung: mir ist heute echt der A***h geplatzt!! Bei jedem unserer Zahlungsabrufe musste ich bisher den Telefonhörer in die Hand nehmen und fragen, ob denn der Betrag bereits angewiesen sei. Denn wir haben ja auch ein Zahlungsziel einzuhalten und besonders ärgerlich wird es, wenn dadurch die Skontofrist verstreicht. Bei Darlehensaufnahme erkundigte ich mich extra vorab, wie die Bearbeitungszeit sei und erhielt die Auskunft, dass bei Zusendung des Abrufes mit entsprechender Rechnung per Mail im Voraus eine Skontofrist eingehalten werden kann. Die Praxis zeigt aber, dass dies bisher so gar nicht klappen will. Bei meinen letzten Anrufen war immer das Ergebnis, dass die Anweisung (nach mehreren Tagen) noch gar nicht bearbeitet ist. Die vorletzte Überweisung wurde dann vom Kreditinstitut telegrafisch, also quasi als Eilüberweisung ausgeführt, weil sie wohl einsahen, dass es schon längst hätte ausgeführt sein müssen. Die dafür fälligen Gebühren hat die Bank übernommen. Ich bat auch jedes Mal um eine kurze Bestätigung per Mail, dass der Abruf ausgeführt wurde, aber auch dies scheint nicht möglich zu sein. Bisher bekommen wir die Bestätigung immer fast eine Woche später mit der Post. Ende letzter Woche reichte ich dann den aktuellen Zahlungsabruf ein, Zahlungsziel mit Skontoabzug war der 19.11.2013. Heute erkundigte ich mich beim Bauträger nach dem Geldeingang, der natürlich noch nicht vorhanden war. Ich rief also wieder an und hatte auch gleich die zuständige Sachbearbeiterin dran. Ihre Aussagen kurz zusammengefasst: wenn ich den Zahlungsabruf erst freitags schicke, dürfte ich mich nicht wundern, dass er so spät ausgeführt wird; es sei eine Bearbeitungszeit von drei Arbeitstagen + zwei Bankarbeitstage zu berücksichtigen (das war’s dann wohl mit Skonto); ich müsse ja gar nicht jedes Mal anrufen bevor die Zahlung angewiesen wurde, es hätte heute ja auch ohne meinen Anruf geklappt (ja, das weiß ich ja nicht, wenn ich keine Bestätigung erhalte und das Geld nicht beim Bauträger ist. Die Vergangenheit zeigt anderes); Bestätigungen dürfen aus Datenschutzgründen nicht per Mail rausgeschickt werden; wenn es schneller gehen soll, könnte ich die Zahlungen ja telegrafisch ausführen lassen (ja genau, auf meine Kosten, denn jede Überweisung kostet dann 15 Euro); ich soll doch den Bauträger nach einer längeren Skontofrist fragen (welcher Handwerker macht denn sowas?!). Ergebnis: die Dame lässt nicht mit sich reden und wir haben die Nachteile.

Auch in diesem Fall haben wir wieder Glück mit unserem Bauträger und konnten eine Lösung finden. Hoffentlich klappt diese auch in der Umsetzung. Uns werden die Rechnungen nun bereits zwei Tage vor Fälligkeit zugeschickt, damit die Bank sich auch bloß nicht überarbeitet und unsere Zahlung rechtzeitig anweist. Diesen Punkt kann ich nur an andere Bauherren so weitergeben. Vorher umfassend über Bearbeitungszeiten und Auszahlungsmodalitäten informieren und wenn es mit Skontofristen eng wird, sich die Rechnung nach Möglichkeit vorher aushändigen lassen.

Ich bin selbst eine Bankkauffrau und weiß, wie der Ruf der Banken in den vergangenen Jahren gelitten hat. Wenn aber eine solche Arbeitsmoral an den Tag gelegt wird, dürfen sich einige Kreditinstitute nicht wundern. Wir haben nicht über die Bank finanziert, bei der ich tätig bin, weil diese keine Hypotheken vergibt. Uns wurde dieser Kreditgeber vermittelt und ist eine Tochter der Bank des großen gelben Unternehmens, dass jeden Tag die Briefe in unseren Briefkasten liefert. 😉 😉

Mal sehen, wie die nächsten Abrufe laufen. Nächste Woche kommen die nächsten Rechnungen.