Geschehnisse vom Wochenende

Dieses Wochenende brachte wieder ein paar Neuigkeiten zu unserem Bauvorhaben, die ich hier einmal kurz zusammentragen möchte.

Die Zusage unseres Hauptdarlehensvertrages in schriftlicher Form nach Einreichung sämtlicher Unterlagen erreichte uns bereits am 02.09.2013. Das KfW-Darlehen wurde erwähnt, auch dass wir einen Notar mit der Grundschuldbestellung in Höhe der gesamten Darlehenssumme (inkl. KfW) beauftragen sollen und dass wir dazu eine gesonderte Bestätigung bekämen. Auf diese haben wir nun fast vier Wochen gewartet – große Freude, am Freitag lag sie endlich im Briefkasten. Aber wir sprechen natürlich nicht von einer einfachen Bestätigung und gut. Auch hier müssen wieder einige Unterlagen eingereicht und Dinge nachgewiesen werden, bevor es dann endlich zur ersten Auszahlung kommt. Ich habe mich heute Abend hingesetzt und alles zusammen getragen. Denn erfolgt die Einreichung nicht innerhalb der gesetzten Frist, kommt der Vertrag zum KfW-Darlehen nur nach erneuter Prüfung und Bestätigung der finanzierenden Bank zustande. Das wollen wir ja mal vermeiden.

Eine weitere Sache, die uns am Wochenende und auch schon die Tage zuvor beschäftigte, ist unsere Küche. Den Kaufvertrag haben wir nach einigen Terminen mit dem Möbelhaus unseres Vertrauens am 20.09.2013 unterschrieben. Gleich am nächsten Tag wollte uns der Verkaufsberater die Installationspläne zusenden, da der Bauträger diese für weitere Berechnungen benötigt. Aus dem nächsten Tag wurde nichts… Gibt wohl viele Küchen zu verkaufen gerade. Fünf (!) Anrufe an fünf verschiedenen Tagen (zum Teil ohne Erfolg) später haben wir nun heute endlich die Pläne erhalten. Wir können sie nun dem Bauträger zur Verfügung stellen. Wären sie bis morgen nicht da gewesen, hätte ich dann auch mal etwas bestimmter zu bedenken gegeben, dass Zusagen unter Umständen eingehalten werden sollten und ich doch hoffe, dass er dann nicht auch noch vergisst, die Küche zu bestellen oder zu liefern wenn es so weit ist. Aber gelernt haben wir auch was: Im Möbelhaus scheint auch sonntags gearbeitet zu werden 😯

Und zum Dritten haben wir uns am Wochenende mit der Frage beschäftigt, ob wir als Unterstand für unsere Autos ein Carport oder eine Fertiggarage wählen sollten. In anderen Baublogs haben wir von Multibox-Garagen und positiven Erfahrungen damit gelesen, sodass wir uns hierüber mal im Internet schlau gemacht haben. Prospekt mit Preisliste haben wir mit angefordert. Ist ja quasi ein Fertighaus nur kleiner 😉 Dem entgegen steht das Carport. Da mein Vater selbst Landschaftsgärtner ist, empfahl er uns diese Variante. Hiermit wären wir viel flexibler, wenn in einigen Jahren mal über eine Umgestaltung des Gartens nachdenken oder die Abfuhr von Grünrückständen aus dem Garten anstünden. Er würde uns zwischen Carport und Abstellraum des Carports eine große Schiebetor, ähnlich eines Schiebetores an Scheunen, einbauen. Diese könnte man dann öffnen, wenn man mal mit einem Hänger in den Garten möchte. Mit der Garage gäbe es diese Möglichkeit nicht, denn dort kann man nichts verschieben. Auf der anderen Seite des Hauses wäre evtl. in ein paar Jahren aufgrund von Pflanzflächen oder Bäumen o. ä. dann auch kein Platz, um den hinteren Teil des Grundstückes zu erreichen. Wir warten mal die Prospekte ab. Haben ja noch einiges an Zeit, um uns das zu überlegen. Falls jemand dazu Empfehlungen hat, würden wir uns über diese sehr freuen 🙂

Und wo wir schon beim Grundstück sind: Wir waren heut mal da und haben ein paar Fotos gemacht, die wir hier gleich mal präsentieren möchten. Ist ja noch nichts drauf passiert, also nur bisschen Ackerfläche mit Krautbewuchs sichtbar. Und natürlich unserer kleiner Birkenwald, der langsam eine beachtliche Größe annimmt. Die Bäumchen sind inzwischen eineinhalb mal so groß wie mein Mann. Also gut 2,50m. Wenn wir noch etwas auf den Baubeginn warten müssen, brauchen wir bald eine Motorsäge, um sie zu beseitigen ;).

...mit linkem Grenzpflock

…mit linkem Grenzpflock

Unser kleiner Birkenwald

Unser kleiner Birkenwald

die schicke Baustraße

die schicke Baustraße

Ansonsten hoffen wir, dass alle das schöne Wetter am Wochenende genießen konnten und wünschen einen schönen Abend.

was bisher geschah…

Sei unserem Entschluss, ein Haus zu bauen, sind schon einige Monate vergangen. Um genau zu sein knapp zehn… Da wir nicht gleich mit dem Projekt Hausbau auch das Projekt „Hausblog“ angingen, versuche ich die letzten zehn Monate knapp einmal aufzuarbeiten.

Anfang Januar 2013 tropfte es aus unserer Wohnzimmerdecke und damit auch in unseren Kopf hinein, den Wunsch nach einer eigenen Immobilie nicht vielleicht früher umzusetzen als das unsere Zukunftspläne vorsahen.

Ende Januar informierten wir uns über mögliche Bauträger, besuchten Messen und vereinbarten die ersten Termine für persönliche Beratungsgespräche. Über allem hing aber die Frage: Massiv- oder Fertighaus? Auch hierüber muss man sich umfassend informieren, denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich war etwas skeptisch, was Fertighäuser anging. Vor allem in den Punkten Geräuschpegel im Haus, eventuelle Schimmelbildung, da alles komplett dicht ist (geht es auch ohne eine Lüftungsanlage) und Tragfähigkeit der Wände (kann man so ohne spezielle Dübel und Sicherheitsvorkehrungen einen Küchenschrank an die Wand bringen). Bei einem Termin mit einem Fertighausbauer konnten wir uns vom Gegenteil überzeugen.

Auch die Hausart hat uns viel hin und her überlegen lassen. Anfangs wollten wir ein Stadthaus ohne Dachschrägen bauen, doch ist es nicht einfach, ein bezahlbares Grundstück mit passendem Bebauungsplan zu finden. Wobei wir bei der nächsten Aufgabe waren: ein Grundstück, was uns in Preis und Leistung überzeugt. Hier im Umland von Gifhorn gab und gibt es zwar einige Baugebiete, doch aufgrund der Nähe zu Braunschweig und Wolfsburg sind diese nicht die günstigsten. Und allzu klein sollte das Grundstück dann auch nicht sein. Nach vielen Telefonaten mit Gemeinden und privaten Anbietern haben wir dann ein Baugebiet in Hillerse gefunden. Zunächst haben wir uns dort nur ein Grundstück reservieren lassen, weil wir noch weitersuchen wollten. Im März etwa haben wir uns dann aber endgültig dafür entschieden. Unsere Pro- und Contraliste wies nur einen Negativpunkt auf. Das Grundstück war groß genug (806 m²), Teilerschlossen, es gab bereits ein Bodengutachten, der Kaufpreis war mehr als fair (55,00 €/m²) und es liegt genau in der Mitte unserer Arbeitsplätze. Allerdings ließ der Bebauungsplan keine Bebauung mit zwei Vollgeschossen zu. Gern hätten wir ein Stadthaus ohne Schrägen gebaut. Nach einem Spaziergang in einem großen Baugebiet in Wolfsburg, wo gefühlt jedes zweite Haus ein solches war, fanden wir diese Art von Haus dann doch nicht mehr so attraktiv und unterstütze uns in der Entscheidung, das Grundstück in Hillerse zu kaufen.

Nun hatten wir in der Zwischenzeit viele Angebote, unterschiedliche Preise und Leistungen diverser Bauträger erhalten und es galt, sich zu entscheiden. Wir haben den einen oder anderen Abend damit verbracht, Bauleistungsbeschreibungen zu vergleichen und wiederum Pro- und Contralisten zu erstellen.

Wir entschieden uns für den Bauträger Peters und Schulz GmbH aus Schneflingen und unterschrieben im Mai den Werkvertrag. Von da an war es dann nicht mehr nur so eine Idee, ein Haus zu bauen.

Da ich alles sehr genau wissen möchte, lieber alles dreimal kalkuliere und alle Eventualitäten bedacht haben möchte (was bei einem Hausbau wohl nicht machbar ist), ging nun die Suche nach der finanzierenden Bank los. Außerdem versuchte ich, alle möglichen Kosten in unsere Rechnung mit aufzunehmen. Wir haben zwar vieles bedacht, aber ich denke, es warten doch noch einige Überraschungen auf uns…

Im Juli unterzeichneten wir dann den Grundstückskaufvertrag und stellten einen Hypothekenantrag bei der DSL Bank. Die Bearbeitungszeit von 14 Bankarbeitstagen bereitete uns Bauchschmerzen, hing doch alles davon ab. Leider mussten wir zunächst alle Verträge unterzeichnen, um die von der Bank benötigten Unterlagen zu erhalten. Ich bestand allerdings beim Bauträger darauf, dass im Werkvertrag eine Klausel eingebaut wird, dass der Vertrag vorbehaltlich einer schriftlichen Finanzierungsbestätigung zustande kommt. Dem stimmte der Bauträger zum Glück sofort zu. Nach den zwei Wochen Wartezeit erhielten wir dann auch endlich die Finanzierungsbestätigung.

Jetzt ist es Ende September, wir könnten theoretisch anfangen. Firma Peters und Schulz muss aber natürlich erstmal die vorhergehenden Bauvorhaben beenden, um unseres anzufangen. Also müssen wir uns wieder in Geduld üben. Das können wir ja jetzt schon ein bisschen 😉