was bisher geschah…

Sei unserem Entschluss, ein Haus zu bauen, sind schon einige Monate vergangen. Um genau zu sein knapp zehn… Da wir nicht gleich mit dem Projekt Hausbau auch das Projekt „Hausblog“ angingen, versuche ich die letzten zehn Monate knapp einmal aufzuarbeiten.

Anfang Januar 2013 tropfte es aus unserer Wohnzimmerdecke und damit auch in unseren Kopf hinein, den Wunsch nach einer eigenen Immobilie nicht vielleicht früher umzusetzen als das unsere Zukunftspläne vorsahen.

Ende Januar informierten wir uns über mögliche Bauträger, besuchten Messen und vereinbarten die ersten Termine für persönliche Beratungsgespräche. Über allem hing aber die Frage: Massiv- oder Fertighaus? Auch hierüber muss man sich umfassend informieren, denn beides hat seine Vor- und Nachteile. Ich war etwas skeptisch, was Fertighäuser anging. Vor allem in den Punkten Geräuschpegel im Haus, eventuelle Schimmelbildung, da alles komplett dicht ist (geht es auch ohne eine Lüftungsanlage) und Tragfähigkeit der Wände (kann man so ohne spezielle Dübel und Sicherheitsvorkehrungen einen Küchenschrank an die Wand bringen). Bei einem Termin mit einem Fertighausbauer konnten wir uns vom Gegenteil überzeugen.

Auch die Hausart hat uns viel hin und her überlegen lassen. Anfangs wollten wir ein Stadthaus ohne Dachschrägen bauen, doch ist es nicht einfach, ein bezahlbares Grundstück mit passendem Bebauungsplan zu finden. Wobei wir bei der nächsten Aufgabe waren: ein Grundstück, was uns in Preis und Leistung überzeugt. Hier im Umland von Gifhorn gab und gibt es zwar einige Baugebiete, doch aufgrund der Nähe zu Braunschweig und Wolfsburg sind diese nicht die günstigsten. Und allzu klein sollte das Grundstück dann auch nicht sein. Nach vielen Telefonaten mit Gemeinden und privaten Anbietern haben wir dann ein Baugebiet in Hillerse gefunden. Zunächst haben wir uns dort nur ein Grundstück reservieren lassen, weil wir noch weitersuchen wollten. Im März etwa haben wir uns dann aber endgültig dafür entschieden. Unsere Pro- und Contraliste wies nur einen Negativpunkt auf. Das Grundstück war groß genug (806 m²), Teilerschlossen, es gab bereits ein Bodengutachten, der Kaufpreis war mehr als fair (55,00 €/m²) und es liegt genau in der Mitte unserer Arbeitsplätze. Allerdings ließ der Bebauungsplan keine Bebauung mit zwei Vollgeschossen zu. Gern hätten wir ein Stadthaus ohne Schrägen gebaut. Nach einem Spaziergang in einem großen Baugebiet in Wolfsburg, wo gefühlt jedes zweite Haus ein solches war, fanden wir diese Art von Haus dann doch nicht mehr so attraktiv und unterstütze uns in der Entscheidung, das Grundstück in Hillerse zu kaufen.

Nun hatten wir in der Zwischenzeit viele Angebote, unterschiedliche Preise und Leistungen diverser Bauträger erhalten und es galt, sich zu entscheiden. Wir haben den einen oder anderen Abend damit verbracht, Bauleistungsbeschreibungen zu vergleichen und wiederum Pro- und Contralisten zu erstellen.

Wir entschieden uns für den Bauträger Peters und Schulz GmbH aus Schneflingen und unterschrieben im Mai den Werkvertrag. Von da an war es dann nicht mehr nur so eine Idee, ein Haus zu bauen.

Da ich alles sehr genau wissen möchte, lieber alles dreimal kalkuliere und alle Eventualitäten bedacht haben möchte (was bei einem Hausbau wohl nicht machbar ist), ging nun die Suche nach der finanzierenden Bank los. Außerdem versuchte ich, alle möglichen Kosten in unsere Rechnung mit aufzunehmen. Wir haben zwar vieles bedacht, aber ich denke, es warten doch noch einige Überraschungen auf uns…

Im Juli unterzeichneten wir dann den Grundstückskaufvertrag und stellten einen Hypothekenantrag bei der DSL Bank. Die Bearbeitungszeit von 14 Bankarbeitstagen bereitete uns Bauchschmerzen, hing doch alles davon ab. Leider mussten wir zunächst alle Verträge unterzeichnen, um die von der Bank benötigten Unterlagen zu erhalten. Ich bestand allerdings beim Bauträger darauf, dass im Werkvertrag eine Klausel eingebaut wird, dass der Vertrag vorbehaltlich einer schriftlichen Finanzierungsbestätigung zustande kommt. Dem stimmte der Bauträger zum Glück sofort zu. Nach den zwei Wochen Wartezeit erhielten wir dann auch endlich die Finanzierungsbestätigung.

Jetzt ist es Ende September, wir könnten theoretisch anfangen. Firma Peters und Schulz muss aber natürlich erstmal die vorhergehenden Bauvorhaben beenden, um unseres anzufangen. Also müssen wir uns wieder in Geduld üben. Das können wir ja jetzt schon ein bisschen 😉

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