von Fliesen, Monstern und anderen Problemen

Baustellenbericht Bautag 164; T – 20

Es geht gerade recht gut voran, was uns natürlich freut. Aber irgendjemand scheint diese Freude nicht mit uns zu teilen und denkt sich, ohne Probleme wird’s doch langweilig (wir suchen noch nach der verantwortlichen Person – der liebe Gott; der Schutzpatron der Bauherren; der örtliche Apotheker in der Hoffnung, dass wir demnächst Herztabletten bei ihm kaufen werden). Was soll denn sonst auch spannendes im Blog geschrieben werden, wenn alles glatt läuft? Ohne Probleme könnte uns glatt langweilig werden. Weiterlesen

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Maler und Bauherreneigenleistungen (T – 23)

So, wir befinden uns beim Endspurt. Denn am 25.04. wollen wir umziehen. Uns bleibt auch leider nicht viel anderes übrig, denn auch die Nachmieter haben ihre Wohnung zu Ende April gekündigt und möchten in unsere Wohnung einziehen. Viel darf jetzt nicht mehr schief gehen. Dann laufen wir Gefahr, dass einiges noch so überhaupt nicht fertig ist. Das Gaszählerdrama hat uns wertvolle Zeit gekostet, die uns jetzt natürlich fehlt. Weiterlesen

Das Warten hat ein Ende!!

Das Drama um den Gaszähler ist beendet! Gott sei Dank. Am Mittwoch kamen endlich die Monteure unseres Gasanbieters und haben uns den Zähler angebaut, sodass wir auch die Heizung endlich in Betrieb nehmen konnten. Noch eine Woche länger und wir hätten uns wirklich nach einer Notunterkunft ab Ende April umsehen können. Wir sind so froh, dass unser derzeitiger Vermieter bei der Stadt arbeitet und beim Versorger auf unser kleines Zeitproblem hinwies. Ohne ihn hätten wir noch zwei Wochen warten dürfen. Jetzt muss die Heizung erstmal zwei bis drei Wochen laufen, bevor die Fliesen verlegt und mit den Malerarbeiten begonnen werden kann. Ich habe mich so über diesen ollen Zähler gefreut, dass ich bestimmt fünf Minuten davor stand und mit einem Grinsen beobachtete, wie dieser sich dreht. Irgendwie bescheuert 😀 Weiterlesen

Der helle Wahsinn!

Berichterstattung zum Thema Gaszähler.

Bereits im letzten Beitrag berichtete ich über die Warterei auf den Gaszähler und prognostizierte, dass dieser auch so schnell nicht kommen wird. Diese Einschätzung stellte sich als richtig heraus – er ist noch immer nicht da.

Das zum Gaszähler gehörende Gewerk führen wir selbst aus, sodass wir auch alles drumherum eigenständig machen müssen. Inzwischen arbeitet der Bauherr aber nicht mehr bei einem entsprechenden Unternehmen (lange, nicht erfreuliche Geschichte), hat aber noch Freunde und Bekannte, die eigene Firmen führen. Die Materialien beziehen wir inzwischen über eine dieser Firmen und auch alle Abnahmen und der Papierkram wird von ihr erledigt. Der Freund war am letzten Wochenende da und testete die eingebaute Gasleitung auf Dichtigkeit, stellte eine Fertigmeldung aus und schickte diese an unseren Versorger und an den Schornsteinfeger. Eigentlich sollte dies ausreichen, um uns den Zähler zur Verfügung zu stellen. Wieder geschah nichts und ich bat den Bauherren irgendwann eindringlicher, doch mal telefonisch beim Versorger nachzufragen. Er hatte allerdings Bedenken, denn der Versorger lässt sich erfahrungsgemäß nicht drängen und hält dann auch gern die Zähler mal drei Wochen länger zurück. Inzwischen sitzt uns aber die Zeit im Nacken, weshalb er dann gestern doch mal zum Hörer griff, nachdem sich auch unser Bauleiter bereits beim Versorger erkundigte. Und dann überschlugen sich die Meldungen am Tag. Ich war auf der Arbeit und erhielt im Stundentakt Anrufe mit neuen Hiobsbotschaften. Ich kann mich garnicht mehr an alle erinnern. Ich weiß nur, dass am Ende die Nachricht stand, dass unser ANTRAG für Gas abhanden bzw. garnicht angekommen sei 😯 wie kann denn das sein?!?! Wir haben dazu längst eine Rechnung erhalten, die auch schon bezahlt ist und nun fällt auf, dass garkein Antrag vorliegt?? Wir nehmen an, dass der ehemalige Arbeitgeber meines Mannes den Antrag aus Gehässigkeit nicht weitergeleitet hat, als es soweit war. Oder hat ihn wieder zurück genommen. Wie auch immer- der Antrag muss neu gestellt werden.

Zum Glück haben wir einen so freundlichen Schornsteinfeger, der umgehend einen neuen Antrag fertig machte und diesen an die befreundete Firma nach Hannover schickte. Er kam sogar persönlich vorbei, damit wir den Antrag unterschreiben konnten. Und auch unser Vermieter, der bei der Stadt Gifhorn beschäftigt ist und z. T. freundschaftliche Beziehungen zu einigen Angestellten des Versorgers unterhält, rettet uns auf deutsch gesagt den Arsch. Auch er telefonierte viel und erreichte, dass unsere Anträge nun bevorzugt bearbeitet werden. Wenn jetzt alles läuft wie besprochen, bekommen wir nächste Woche endlich den Zähler. Ansonsten hätten wir uns schon mal auf die Suche nach einer Zwischenunterkunft machen können, da wir bezweifeln, bis Ende April alles fertig zu haben. Denn bis dahin wollen unsere Nachmieter einziehen… Diese Situation ist wirklich nicht einfach für uns gerade.

Neuigkeiten gibt’s auch von der Küchenfront. Wir haben dem Möbelhaus ein Schreiben zugesandt, in dem wir einen Kaufpreisabzug in Höhe von ca. 680 Euro (5% des Kaufpreises) ankündigen. Zwei Tage später klingelte auch unser Telefon, doch dieses Mal sind wir mal nicht gleich zu erreichen. Heute Abend habe ich den Anruf dann mal entgegen genommen. Der Abteilungsleiter entschuldigte sich erneut mehrfach für die Dinge, die schief liefen, sieht diesen Abzug aber als zu hoch an. Ich habe ihm unsere Sichtweise nochmal ausführlich geschildert, unseren Unmut deutlich gemacht und ihn aufgefordert, ein Gegenangebot als Zeichen des Entgegenkommens zu unterbreiten. Wir haben uns letztendlich auf einen Gutschein in Höhe von 200 Euro geeinigt und verzichten damit auf einen Kaufpreisabzug. Uns war es wichtig, dass sich das Möbelhaus überhaupt rührt und merkt, dass man mit seinen Kunden nicht so umgeht. Mit dieser Lösung können wir leben, auch wenn dies nur einem Drittel der Summe entspricht, die wir zum Abzug gebracht hätten. Allerdings haben wir den Abzug auch bewusst höher angesetzt. Jetzt muss nur noch der Aufbau klappen, wobei ich denke, dass die sich nun keine Fehler mehr erlauben werden.

Weiterhin haben wir nun auch die Fliesen für die Bäder bestellt. Die Bodenfliesen nehmen wir nicht über den Lieferanten des Bauträgers ab, da wir dort einfach kein passendes Mosaik gefunden haben. Der andere Fliesenhändler bietet den Kunden an, aus den ausgesuchten Bodenfliesen direkt Murettos auf Netz zuzuschneiden. Das passt dann garantiert zusammen 🙂 Hier waren wir zeitlich schon fast zu spät dran. Die Fliesen haben ca. drei Wochen Lieferzeit. Aber bevor die Fliesen gelegt werden können, muss ja erstmal angeheizt werden… 👿 Auch unser Maler sitzt schon in Startlöchern und will anfangen. Ihn mussten wir auch bremsen.

Gibt auch ne schöne Neuigkeit von der Baustelle: Wir haben mittlerweile unsere endgültige Türfüllung erhalten. Hier Fotos vorher – nachher:

Ich hoffe, ich kann in meinem nächsten Bericht vermelden, dass es nun warm im Haus ist und wir uns keinen Zeltplatz in der Nähe suchen müssen…

Ungeduld und Ärger

Momentan schein wirklich der Wurm bei uns drin zu sein. Eigentlich sollte man sich bei dem Wetter momentan eher darauf freuen, bald im eigenen Garten eine Tasse Kaffee trinken zu können, aber es stellt sich die Frage, wann denn „bald“ ist… Aber der Reihe nach.

Beginnen wir mit dem Hauptthema des letzten Beitrages – der Küche. Wie ich ja schrieb, war unser neuer Ansprechpartner im Unerreichbarkeitsmöbelhaus wieder mal telefonierunfähig oder sein Fernsprechgerät ist ausgefallen – jedenfalls für uns nicht erreichbar. Ich hoffte darauf, dass er wenigstens noch einen Internetanschluss und ein funktionierendes Email-Postfach hatte und schrieb ihm eine nette Nachricht. Zwei Tage später rief er mich auch tatsächlich zurück und besprach mit mir die Misere der Hochschrankecke. Ich fragte, ob nicht ein Schrank eines anderen Herstellers in einer 45er Breite eingebaut werden könne, was er aber verneinte. Hier würden weder Korpusse noch Fronten zueinander passen. Ok, sehe ich ein. Dann fragte ich, ob nicht der 50er Schrank einfach gekürzt – quasi abgeschnitten – werden könnte. Dies wäre möglich, allerdings gab er mir zu bedenken, dass wir dann an diesem einen Schrank eine gerade Türkante hätten, was bei allen anderen Türen nicht der Fall ist. Wenn ich das aber so haben möchte, könne ich das natürlich so bekommen. Da dieser Schrank aber auch Auszüge hat, müsse er sich erstmal nach der konkreten Machbarkeit bei seinem Lieferanten erkundigen. Kurze Zeit später rief er mich dazu zurück und informierte mich, dass man das alles machen könne, aber ich soll doch die Kante bedenken und außerdem haben wir dann einen Aufpreis von 500€ nur für dieses blöde Abschneiden!! 😯 Wir sollen jetzt also für den Planungsfehler seines Vorplaners auch noch zahlen. Ich glaube nicht! Also bleibt es jetzt bei dem Schrank in einer 40er Breite. Am tollsten war sein Kommentar zur Nische, in die die vorherige Schrankkonstruktion gerade so reingepasst hätte: „Naja, man plant ja auch die Schränke nicht auf knirsch in eine Nische rein“. Mit anderen Worten: Hätte der Idiot (ouh, Emotionen zügeln), also der nicht ganz kompetente Kollege vorher mal richtig nachgedacht, wäre vielleicht noch eine Lösung zu finden gewesen. Nu is zu spät. Wir behalten uns aufgrund all dieser Dinge, die bisher schief gelaufen sind, aber einen Zahlungsabzug vor.

Die zweite Sache, die uns langsam echt ärgert, ist, dass der olle Gaszähler nicht an Land kommt. Ohne den können wir nicht anheizen und alle Gewerke müssen warten. Auch hier war lange keiner erreichbar (es kann ja auch nur zu bestimmten Zeiten angerufen werden und dennoch erreicht man niemanden) und jetzt warten wir nach gefühlten tausend Anträgen auf einen Termin des Versorgers, der den Zähler einbauen soll. Geplantes Anheizen war Montag, jetzt ist Dienstag und wir nehmen an, dass das diese Woche nichts mehr wird… 🙄

Auch etwas merkwürdig war, dass bei uns heute scheinbar unfreiwillig Tag der offenen Tür war. Als der Bauherr heute auf die Baustelle kam, waren alle Fenster auf kipp (ist ja nett, denn die Feuchtigkeit soll ja raus), aber durch die doppelflügligen Fenster hätte man einfach durch eines der Fenster den Griff des anderen betätigen und ins Haus gelangen können. Oder man hätte einfach eine Leiter an das Schlafzimmerfenster gestellt und wäre durch das sperrangelweit offene bodentiefe Fenster gestiegen. Aber nicht nur das hätte ein Problem werden können, sondern auch das Wetter. Mit ein wenig Wind und etwas Regen hätten wir dann im Schlafzimmer einen Pool gehabt.

Und zu guter Letzt warten wir seit etwa zwei Wochen auf eine Nachricht vom Fliesenleger, der uns die genaue Quadratmeterzahl der Bodenfliesen und des zu verbauenden Mosaiks in den Bädern mitteilen soll. Denn diese wollen wir selbst besorgen. Auch hier hat man nichts gehört.

So, nun das Positive: die Klinker wurden verfugt und es sieht gut aus. Nachdem das erledigt war, konnte auch die Bitumenschicht rund um das Haus aufgebracht werden. Bis auf diese Höhe soll das Grundstück mal aufgefüllt werden. Weiterhin positiv ist, dass unsere Wasseruhr eingebaut wurde. Komisch, dass man dann nicht auch gleich den Gaszähler mit einbauen kann. Manche Sachen muss man einfach nicht verstehen…

Küchendrama und Kleinigkeiten

Wie ich im letzten Beitrag schon schrieb, passiert gerade nicht allzu viel bei uns auf der Baustelle. Nicht viel ist aber nicht Garnichts und so gibt’s ein kleines Update 🙂

Die Fliesen im HWR wurden verfugt und das Gesamtbild ist schon nicht schlecht. Nun fehlen nur noch die Sockelleisten.

Die Elektriker waren auch wieder auf der Baustelle und haben den Gong für unsere Klingel im Flur angebracht, sowie die Grundinstallationen im Erdgeschoss vorgenommen. Es sind also keine Löcher mit Kabeln mehr vorhanden, es fehlt eigentlich nur noch die Schalter- bzw. Steckdosenverkleidung. Auch die Deckenspots wurden bearbeitet. Hier wurden Löcher in die zuvor in die Zwischendecke eingegossenen Dosen gebohrt und die Kabel vorbereitet.

Heute wurde dann die Therme geliefert, die vom Bauherren auch gleich an der Wand befestigt wurde. Vorher hat er gestern noch den Bereich der Wand, an der die Therme angehängt werden soll, mit Tiefgrund und Silikatfarbe gestrichen. Hinterher kommen wir ja nicht mehr ran und die ganze Wand konnte er noch nicht streichen, weil einige Teile einfach noch zu feucht waren. Morgen sollen die Leitungen und Rohre zur endgültigen Installation der Heizung geliefert werden. Wenn dann noch die Zähler für Gas und Wasser bei uns ankommen, können wir auch anheizen.

Eine weitere Arbeit, die heute begonnen wurde, war die Verfugung unseres Klinkers. Diese Arbeit wird voraussichtlich Donnerstag abgeschlossen sein. Ganz witzig war, dass der ausführende Handwerker den Bauherrinenvater kennt und möglicherweise über 101 Ecken mit dem Bauherrn verwandt ist. Wir recherchieren hier noch 🙂

Und zu guter Letzt hat heute unser Übergangsofen wieder den Weg ins Haus gefunden und wärmt es nun wieder von Innen.

Aber der Titel des Beitrages hat ja mit den bisherigen Ausführungen nichts zu tun. Sie haben auch nicht das Potenzial, unseren Ruhepuls in luftige Höhen schnellen zu lassen. Das schafft derzeit natürlich nur das Dauernervthema Bank und neuerdings auch wieder die Küche. Vergangene Woche war der Aufmaßtechniker da und hat die Küche vermessen. Dabei stellte er fest, dass die Nische, in die unsere Hochschränke eingebaut werden sollen, etwa anderthalb Zentimeter zu kurz ist und die ganze Konstruktion dort nicht hinein passt. Er meinte aber, dass es Schränke gebe, die fünf Zentimeter kürzer sind und es dabei keine Probleme geben wird. Zwei Tage später rief uns dann der Küchenmann aus dem Möbelhaus an und teilte uns mit, dass unser Hersteller keine Schränke in 45cm Breite, sondern nur 40cm Breite hat (ursprünglich war ein Schrank mit der Breite von 50 cm vorgesehen). Das bedeutet, dass wir aufgrund einer 1,5cm zu kurzen Wand nun auf 10 cm Schrank verzichten müssen und auch das ganze Bild der Schranknische sich verändern wird. Allein die Dicke der Wangen … Wenn ich drüber nachdenke, bekomme ich wieder Wallungen 👿 Nachdem mir mein Mann gestern all diese tollen Neuigkeiten mitteilte, habe ich heute dann wieder versucht, mit dem Küchenmann Kontakt aufzunehmen – natürlich erfolglos. Ich hoffe wirklich, dass wir da eine für alle akzeptable und umsetzbare Lösung finden. Denn der Fehler liegt offensichtlich beim Küchenplaner, da die zur Verfügung gestellten Pläne eindeutig mit Rohbaumaßen versehen waren. Und da zählt die Dicke des Putzes nicht hinzu… To be continued…

Heimlich, still und leise…

…wurde heute zum 10.000sten Mal unser Blog angeklickt! Und das innerhalb von vier Monaten, denn so lang gibt es den Blog erst. Wir freuen uns sehr, dass unsere Berichte so viele Leser finden und auch schon zahlreiche Kommentare hinterlassen wurden! Dafür wollen wir uns herzlich bedanken! 🙂 🙂

Aber auch die Arbeiten auf der Baustelle gingen weiter. Das Styropor ist inzwischen überall erfolgreich verlegt worden und heute haben wir damit begonnen, das Rohr für die Fußbodenheizung zu verlegen. Eine wirklich bescheidene Arbeit. Wir haben zwei 600m-Rollen im Wohnzimmer liegen, die verbaut werden wollen. Diese Rollen sind sehr schwer und leider haben wir keine Abrollmaschine bekommen. Wir haben uns also selbst eine kleine Konstruktion zum Abrollen gebaut, bei der aber immer jemand direkt an der Rolle stehen und das Rohr abwickeln muss. Zu Dritt ging die Arbeit gut von der Hand. Zu zweit ist sie sehr müßig, weil derjenige, der das Rohr verlegt, auch gleichzeitig dieses auf dem Boden festtackern muss. Zum Glück hatten wir wieder helfende Hände auf dem Bau 🙂 So haben wir heute bis auf den HWR und Wohnzimmer mit Essbereich (Küche ist schon verlegt) alle Räume geschafft.

Mit der Telekom haben wir auch Kontakt aufgenommen. Lieber zu früh, als dass wir nach dem Einzug noch sechs Wochen auf Telefon und Internet warten müssen. Aber die Auskunft war, dass ja alles schon im Haus liegt, nur noch genaue Berechnungen von der ausführenden Firma an die Telekom weitergeleitet werden müssen und dann der Anschluss freigeschaltet werden kann. Wir sollen nur ca. zwei Wochen vor dem Einzug nochmals anrufen, damit der alte Anschluss ab- und der neue angemeldet werden kann und alles würde laufen. Wenn es tatsächlich so unkompliziert geht, bin ich fast sprachlos. Denn sowas kennt man von dem magentafarbenen Telefonanbieter nicht wirklich 😉

Nun hoffen wir mal, dass es vielleicht ein kleines bisschen wärmer wird, damit nächste Woche der Estrich kommen kann.

Fußnote: Beitragsbild entnommen von http://www.foothillsacademy.com/wp-content/uploads/2014/01/balloons_celebration.jpg

Styroporwoche

Wie bereits im letzten Beitrag angekündigt, haben wir uns in der vergangenen Woche damit beschäftigt, Styropor für die Fußbodenheizung zu verlegen. Leider konnten wir damit auch erst Mitte der Woche beginnen, da dann erst die Styroporlieferung bei uns ankam. Die Bauherrin hat sich extra Donnerstag einen Tag Urlaub genommen, um den Bauherren bei dieser Arbeit zu unterstützen. Da er beruflich schon mehr als einmal Styropor in Neubauten verlegt hat, sollte mich seine Aussage „Styropor verlegen ist der totale Sch***“ zunächst nicht verunsichern und ich machte mich hoch motiviert an die Arbeit. Morgens begrüßte uns erst mal ein großer Haufen des weißen Zeugs am Haus:

Leider gesellte sich auch das andere weiße Zeug zum Styropor hinzu – der Winter ist zum Leidwesen aller Bauherren doch noch bei uns angekommen 😦 Und so war es auch ziemlich kalt im Haus so ohne Heizung. Aber wenn man tüchtig arbeitet, wird’s ja nicht kalt 😉

Nachdem wir nun alle Pakete ins Haus getragen haben, erklärte mir mein lieber Mann, wie ich denn nun die Arbeiten richtig ausführe. Zunächst muss der Raum gefegt und von Putzresten auf dem Boden befreit werden, damit keine Wellen oder Hubbel das Verlegen stören. Als erstes werden die Ränder des Raumes mit Randdämmstreifen verkleidet, damit der Estrich später nicht zwischen oder unter das Styropor laufen kann. Dann kommt im OG eine Schicht 25mm-Styropor (im EG auf die 25mm zusätzlich eine Schicht mit 50mm) auf den Boden, der natürlich an allen Kabeln und Rohren ausgeschnitten werden muss, bevor dann eine Lage Rollmatten oben drauf kommt. Kabel- oder Rohrzwischenräume werden mit Perliten verfüllt. Da ich noch nie zuvor Styropor verlegt habe und auch immer alles richtig machen möchte, fragte ich nun ein paar Mal beim Experten (dem Bauherren) nach. Spätestens in diesem Augenblick wandelte sich die Baustelle zu einem Einsatz an der Front. Der Bericht könnte in etwa so lauten:

Frontbericht

Am heutigen Donnerstagmorgen rückte Oberbefehlshaber Florian W. (Bauherr) mit seiner Ein-Mann-Kampftruppe (Bauherrin) an die Front Hillerse vor, um entschlossen gegen das Styropor anzukämpfen. Während dieser den Marschbefehl an die Truppenteile gab (Arbeitsanweisungen), nahm er sich weiteren strategischen Kampfplanungen (ständig klingelte sein Telefon) an und war in ständigem Kontakt zu Außenposten oder anderen Truppenteilen (Bauhelfer), die zu einem späteren Zeitpunkt über den Nachbarort gegen die Styroporfront hinzugezogen werden sollten. Jede Abweichung von den vorgegebenen Marschrouten oder Einsatzbefehlen wurde sofort mit einem Disziplinarverfahren geahndet. 😀 😀

Nachdem ich ihn nach einiger Zeit dezent darauf hinwies, dass wir so nicht arbeiten können und doch schneller wären, wenn er mir als Laie helfen würde, normalisierte sich das Klima auf der Baustelle wieder 🙂 Wir haben am Donnerstag die beiden Kinderzimmer und das Schlafzimmer komplett ausgelegt und hatten unser Tagesziel erreicht. Freitag kamen dann wieder unsere lieben Helfer hinzu und so war abends Gäste-WC, Flur und Wohnzimmer ausgelegt. Samstag nahmen wir dann die restlichen Räume in Angriff, wobei der HWR sich als richtigen Ar***loch-Raum entpuppt hat. Durch die vielen Rohre und Kabel musste so viel zugeschnitten und gestückelt werden, dass wir kurz davor waren, eine Doku mit dem Titel „Bastelstunde vom Bau“ zu drehen. Aber viele Hände schaffen viel und so war auch dieser Raum irgendwann ausgelegt. Hier ein paar Eindrücke:

Am Donnerstag kam uns noch der Schornsteinfeger auf der Baustelle besuchen, um die Frage nach einem Druckwächter zu klären. Da aber unser Zuluftrohr ausreichend groß dimensioniert ist, können wir nach seiner Aussage darauf verzichten. Er brachte uns aber nebenbei auf die Idee, einen Übergangsofen zu besorgen und erstmal damit zu heizen. Am Donnerstag waren die Temperaturen im Haus noch auszuhalten, aber es kühlte sich weiter ab, sodass wir diesen Vorschlag in die Tat umsetzen wollten. Schnell brachten wir in Erfahrung, dass das Kaminstudio, wo wir unseren Kamin kaufen werden, an Kunden kostenfrei alte Öfen verleiht. Es hat zwar einiges an Zeit gekostet, aber seit Freitagabend steht nun dieser Übergangsofen im Wohnzimmer und hält das Haus so warm, dass man noch gut arbeiten kann. Natürlich ist es nicht kuschelig warm im Haus, aber es macht ein Arbeiten im Haus bei diesen Außentemperaturen überhaupt erst möglich.

In den nächsten Tagen wird dann das Rohr für die Fußbodenheizung verlegt und dann kann der Estrich kommen – vorausgesetzt der Winter verzieht sich schnell wieder. Ansonsten haben wir bald Stillstand auf der Baustelle.

hartes Wasser – Enthärtungsanlage?

Einige kennen das Problem sicher: hartes Wasser und die damit verbundenen Nachteile. Wir sind vor gut zwei Jahren von einem Teil unseres Landkreises in den jetzigen gezogen und mussten uns ganz schön umgewöhnen. Hier ist das Wasser deutlich härter als am vorherigen Wohnort. Da wir unser Haus in einem Gebiet mit gleicher Wasserhärte bauen, kam bei uns die Frage nach einer Enthärtungsanlage auf.

Wie wird hartes Wasser definiert?

„In Leitungswasser ist immer eine gewisse Menge an Mineralien gelöst, von denen einige dazu neigen, als feste Niederschläge auszufallen. Für die festen Niederschläge aus dem Wasser sind vor allem die Erdalkalielemente Calcium und Magnesium verantwortlich. Man bezeichnet Wasser, das hohe Mengen an diesen Elementen enthält als hartes Wasser. (…) Die Wasserhärte wird im deutschen Sprachraum in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben (…). (Bei einem Wert von) über 14°dH spricht man von hartem Wasser.“ Quelle: http://anorganik.chemie.vias.org/wasserhaerte.html

Die Nachteile von hartem Wasser sind somit

  • Kalkablagerungen an Armaturen und Oberflächen, die in Kontakt mit Wasser kommen
  • Verkalkung von Haushaltsgeräten
  • Erhöhter Verbrauch von Spül- und Waschmitteln
  • Beeinträchtigung von Geschmack und Aussehen einiger Speisen und Getränke
  • die teilweise Nichtverwendbarkeit als Gießwasser.

Jede Medaille hat aber zwei Seiten und somit gibt es auch Vorteile von hartem Wasser. So bilden die Mineralien in hartem Wasser in Leitungen eine Schutzschicht, die vor Korrosion schützt. Manchen Menschen schmeckt hartes Wasser besser und Badezusätze sollen sich mit hartem Wasser besser entfernen lassen.

Unser Haus wird in einem Gebiet mit einem Wert von 13° dH stehen, also gerade an der Grenze.

In anderen Baublogs sind wir auf ähnliche Überlegungen und Abwägungen gestoßen und konnten uns dort auch schon ein wenig zum Thema >einlesen. Wir werden nun nach einer für uns in Frage kommenden Anlage suchen und Preise einholen. Sollte uns das Preis-Leistungsverhältnis überzeugen, werden wir diese Investition tätigen.

geänderte Ansichten

Auch heute wieder: Update von der Baustelle, die unsere Ansichten vom Haus weiter veränderten. 😉

Heute hat der Bauherr wieder Hand angelegt und die Solarkollektoren auf dem Dach befestigt. Hier bekam er große Unterstützung von einem unserer Dachdecker. Ohne ihn wäre dieses Vorhaben wohl heute nicht fertig und um einiges mühsamer geworden. Auf diesem Weg ein großes Dankeschön! Da nun die Kollektoren auf dem Dach liegen, sind weitere Voraussetzungen zur Nutzung der Sonnenenergie geschaffen. Bald können wir von uns behaupten, auch einen Teil zur Energiewende beizutragen 🙂 So sieht das Ganze nun aus:

Das Gerüst wird auch langsam abgebaut – es wird ja nicht mehr benötigt. Auf den Bildern kann man nun auch sehen, dass überall der Außenputz angebracht ist. Die Ansicht wirkt nun ganz anders und es gefällt und wirklich gut! 🙂

Auch innen ging es weiter. Die ersten Räume haben ihren Putz bekommen. Die Qualitätsstufe des Putzes ist Q2, was schon wirklich glatt wirkt. Es geht wohl noch glatter, aber wir wollen ja nicht direkt auf den Putz malern, sondern Tapete kleben. Wir gehen davon aus, dass wir da dann so gut wie keine Unebenheit mehr sehen. Uns stand sofort das Grinsen im Gesicht, als wir in den verputzten Räumen standen. Die veränderte Wirkung ist schon enorm und alles erscheint gleich viel heller.

Und dann war da noch das Küchenproblem… Aber die Zusage eines Rückrufes wurde eingehalten und wir haben einen neuen Termin mit dem Abteilungsleiter vereinbart. Ich halten es für das Beste, noch einmal alles durchzugehen, damit am Ende nicht irgendwas bei der Bestellung fehlt oder anders erfasst wurde. Wir sind gespannt, was uns in der nächsten Woche dort erwarten wird.