Aufgerissen

Heute schreibe ich über ein nicht so erfreuliches Thema, mit dem sich bestimmt jeder Bauherr früher oder später einmal auseinander setzen muss. Wir gehören zur ersten Bauherrengruppe…

Schon vor ca. vier Wochen erblickten wir sie zum ersten Mal – die bösen Setzrisse. Zunächst nur im Arbeitszimmer, ein paar Tage später im Gästezimmer und kurz darauf im Bad. Dort sind sie auch am schlimmsten ausgeprägt. Wir nehmen an, dass es nicht dabei bleiben wird. Denn auch im Erdgeschoss kann man so langsam die ersten Risse erahnen. Auffällig vor allem an einem der beiden Stahlträger in der Decke des Wohnzimmers. Weiterlesen

Ungeduld und Ärger

Momentan schein wirklich der Wurm bei uns drin zu sein. Eigentlich sollte man sich bei dem Wetter momentan eher darauf freuen, bald im eigenen Garten eine Tasse Kaffee trinken zu können, aber es stellt sich die Frage, wann denn „bald“ ist… Aber der Reihe nach.

Beginnen wir mit dem Hauptthema des letzten Beitrages – der Küche. Wie ich ja schrieb, war unser neuer Ansprechpartner im Unerreichbarkeitsmöbelhaus wieder mal telefonierunfähig oder sein Fernsprechgerät ist ausgefallen – jedenfalls für uns nicht erreichbar. Ich hoffte darauf, dass er wenigstens noch einen Internetanschluss und ein funktionierendes Email-Postfach hatte und schrieb ihm eine nette Nachricht. Zwei Tage später rief er mich auch tatsächlich zurück und besprach mit mir die Misere der Hochschrankecke. Ich fragte, ob nicht ein Schrank eines anderen Herstellers in einer 45er Breite eingebaut werden könne, was er aber verneinte. Hier würden weder Korpusse noch Fronten zueinander passen. Ok, sehe ich ein. Dann fragte ich, ob nicht der 50er Schrank einfach gekürzt – quasi abgeschnitten – werden könnte. Dies wäre möglich, allerdings gab er mir zu bedenken, dass wir dann an diesem einen Schrank eine gerade Türkante hätten, was bei allen anderen Türen nicht der Fall ist. Wenn ich das aber so haben möchte, könne ich das natürlich so bekommen. Da dieser Schrank aber auch Auszüge hat, müsse er sich erstmal nach der konkreten Machbarkeit bei seinem Lieferanten erkundigen. Kurze Zeit später rief er mich dazu zurück und informierte mich, dass man das alles machen könne, aber ich soll doch die Kante bedenken und außerdem haben wir dann einen Aufpreis von 500€ nur für dieses blöde Abschneiden!! 😯 Wir sollen jetzt also für den Planungsfehler seines Vorplaners auch noch zahlen. Ich glaube nicht! Also bleibt es jetzt bei dem Schrank in einer 40er Breite. Am tollsten war sein Kommentar zur Nische, in die die vorherige Schrankkonstruktion gerade so reingepasst hätte: „Naja, man plant ja auch die Schränke nicht auf knirsch in eine Nische rein“. Mit anderen Worten: Hätte der Idiot (ouh, Emotionen zügeln), also der nicht ganz kompetente Kollege vorher mal richtig nachgedacht, wäre vielleicht noch eine Lösung zu finden gewesen. Nu is zu spät. Wir behalten uns aufgrund all dieser Dinge, die bisher schief gelaufen sind, aber einen Zahlungsabzug vor.

Die zweite Sache, die uns langsam echt ärgert, ist, dass der olle Gaszähler nicht an Land kommt. Ohne den können wir nicht anheizen und alle Gewerke müssen warten. Auch hier war lange keiner erreichbar (es kann ja auch nur zu bestimmten Zeiten angerufen werden und dennoch erreicht man niemanden) und jetzt warten wir nach gefühlten tausend Anträgen auf einen Termin des Versorgers, der den Zähler einbauen soll. Geplantes Anheizen war Montag, jetzt ist Dienstag und wir nehmen an, dass das diese Woche nichts mehr wird… 🙄

Auch etwas merkwürdig war, dass bei uns heute scheinbar unfreiwillig Tag der offenen Tür war. Als der Bauherr heute auf die Baustelle kam, waren alle Fenster auf kipp (ist ja nett, denn die Feuchtigkeit soll ja raus), aber durch die doppelflügligen Fenster hätte man einfach durch eines der Fenster den Griff des anderen betätigen und ins Haus gelangen können. Oder man hätte einfach eine Leiter an das Schlafzimmerfenster gestellt und wäre durch das sperrangelweit offene bodentiefe Fenster gestiegen. Aber nicht nur das hätte ein Problem werden können, sondern auch das Wetter. Mit ein wenig Wind und etwas Regen hätten wir dann im Schlafzimmer einen Pool gehabt.

Und zu guter Letzt warten wir seit etwa zwei Wochen auf eine Nachricht vom Fliesenleger, der uns die genaue Quadratmeterzahl der Bodenfliesen und des zu verbauenden Mosaiks in den Bädern mitteilen soll. Denn diese wollen wir selbst besorgen. Auch hier hat man nichts gehört.

So, nun das Positive: die Klinker wurden verfugt und es sieht gut aus. Nachdem das erledigt war, konnte auch die Bitumenschicht rund um das Haus aufgebracht werden. Bis auf diese Höhe soll das Grundstück mal aufgefüllt werden. Weiterhin positiv ist, dass unsere Wasseruhr eingebaut wurde. Komisch, dass man dann nicht auch gleich den Gaszähler mit einbauen kann. Manche Sachen muss man einfach nicht verstehen…

Küchendrama und Kleinigkeiten

Wie ich im letzten Beitrag schon schrieb, passiert gerade nicht allzu viel bei uns auf der Baustelle. Nicht viel ist aber nicht Garnichts und so gibt’s ein kleines Update 🙂

Die Fliesen im HWR wurden verfugt und das Gesamtbild ist schon nicht schlecht. Nun fehlen nur noch die Sockelleisten.

Die Elektriker waren auch wieder auf der Baustelle und haben den Gong für unsere Klingel im Flur angebracht, sowie die Grundinstallationen im Erdgeschoss vorgenommen. Es sind also keine Löcher mit Kabeln mehr vorhanden, es fehlt eigentlich nur noch die Schalter- bzw. Steckdosenverkleidung. Auch die Deckenspots wurden bearbeitet. Hier wurden Löcher in die zuvor in die Zwischendecke eingegossenen Dosen gebohrt und die Kabel vorbereitet.

Heute wurde dann die Therme geliefert, die vom Bauherren auch gleich an der Wand befestigt wurde. Vorher hat er gestern noch den Bereich der Wand, an der die Therme angehängt werden soll, mit Tiefgrund und Silikatfarbe gestrichen. Hinterher kommen wir ja nicht mehr ran und die ganze Wand konnte er noch nicht streichen, weil einige Teile einfach noch zu feucht waren. Morgen sollen die Leitungen und Rohre zur endgültigen Installation der Heizung geliefert werden. Wenn dann noch die Zähler für Gas und Wasser bei uns ankommen, können wir auch anheizen.

Eine weitere Arbeit, die heute begonnen wurde, war die Verfugung unseres Klinkers. Diese Arbeit wird voraussichtlich Donnerstag abgeschlossen sein. Ganz witzig war, dass der ausführende Handwerker den Bauherrinenvater kennt und möglicherweise über 101 Ecken mit dem Bauherrn verwandt ist. Wir recherchieren hier noch 🙂

Und zu guter Letzt hat heute unser Übergangsofen wieder den Weg ins Haus gefunden und wärmt es nun wieder von Innen.

Aber der Titel des Beitrages hat ja mit den bisherigen Ausführungen nichts zu tun. Sie haben auch nicht das Potenzial, unseren Ruhepuls in luftige Höhen schnellen zu lassen. Das schafft derzeit natürlich nur das Dauernervthema Bank und neuerdings auch wieder die Küche. Vergangene Woche war der Aufmaßtechniker da und hat die Küche vermessen. Dabei stellte er fest, dass die Nische, in die unsere Hochschränke eingebaut werden sollen, etwa anderthalb Zentimeter zu kurz ist und die ganze Konstruktion dort nicht hinein passt. Er meinte aber, dass es Schränke gebe, die fünf Zentimeter kürzer sind und es dabei keine Probleme geben wird. Zwei Tage später rief uns dann der Küchenmann aus dem Möbelhaus an und teilte uns mit, dass unser Hersteller keine Schränke in 45cm Breite, sondern nur 40cm Breite hat (ursprünglich war ein Schrank mit der Breite von 50 cm vorgesehen). Das bedeutet, dass wir aufgrund einer 1,5cm zu kurzen Wand nun auf 10 cm Schrank verzichten müssen und auch das ganze Bild der Schranknische sich verändern wird. Allein die Dicke der Wangen … Wenn ich drüber nachdenke, bekomme ich wieder Wallungen 👿 Nachdem mir mein Mann gestern all diese tollen Neuigkeiten mitteilte, habe ich heute dann wieder versucht, mit dem Küchenmann Kontakt aufzunehmen – natürlich erfolglos. Ich hoffe wirklich, dass wir da eine für alle akzeptable und umsetzbare Lösung finden. Denn der Fehler liegt offensichtlich beim Küchenplaner, da die zur Verfügung gestellten Pläne eindeutig mit Rohbaumaßen versehen waren. Und da zählt die Dicke des Putzes nicht hinzu… To be continued…

Geschlüpft

…und wie aus dem Ei gepellt steht es nun da, unser Häuschen 🙂 Am Freitag wurde das Gerüst abgebaut und hat nun den freien Blick auf’s Haus. Die Kombination Putz und Klinker ist wirklich super. Der Stein ist nicht zu dunkel und es ergibt ein schönes Gesamtkonzept wie wir finden.

Die Putzer sind am Donnerstag mit ihren Arbeiten fertig geworden und der rote Porotonstein ist nun nur noch in den Türzargen zu sehen. Gleich am Tag darauf sind die Elektriker wieder erschienen und haben mit der Elektroinstallation weiter gemacht. Abends sind wir noch schnell in den Baumarkt gefahren und haben Baulampenfassungen und Leuchtmittel gekauft, die der Bauherr am Samstagmorgen gleich anbaute. Drückt man dann zum ersten Mal den Schalter und es passiert auch tatsächlich was (also dass das Licht auch angeht und nicht eine Sicherung rausfliegt), steht man in dem Augenblick als Bauherren da wie kleine Kinder vor einem Weihnachtsbaum an heilig Abend 😀 Ich glaube, das können wohl nur Bauherren bzw. Eigenheimbesitzer nachvollziehen – alle anderen mögen jetzt denken: haben die einen an der Waffel?! Ja, haben wir 😆 . Wo wir dann schon dabei waren, Schalter zu testen, haben wir uns auch gleich mal angeguckt, wie toll elektrische Rollläden rauf und runter fahren können…

Mit dem Bauleiter haben wir nun besprochen, dass der Estrich in der KW 5 kommen kann. Bis dahin muss der Bauherr noch die restlichen Rohre für die Sanitärinstallationen, Styropor und die Fußbodenheizung verlegen. Dafür haben wir eine Woche angesetzt. Zum Glück hat er Urlaub…

Als wir am Freitag im Baumarkt waren, haben wir uns auch mal die bereits im Internet ausgesuchten Farben vor Ort angesehen und Farbkarten mitgenommen, damit unser Maler weiß, was genau wir haben möchten. Auf Tapeten haben wir uns inzwischen auch geeinigt, obwohl das für den Bauherren wohl weniger lustig war als für mich 🙂

Da theoretisch auch die Auffahrt und der Vorgarten bald angelegt werden könnten, machen wir uns Gedanken um die endgültige Höhe der Straße. Hier haben wir nun eine Anfrage an das ausführende Unternehmen gestellt und hoffen auf eine Antwort in den nächsten Tagen. Es ist schwierig, bei einer noch nicht hergestellten Straße damit zu beginnen. Denn verändern sich die Höhen nur um ein paar Zentimeter, kann dies aufwändige Nacharbeiten mit wahrscheinlich nicht unerheblichen Kosten nach sich ziehen. Ist die Straße zu hoch, kann dann Regenwasser auf unser Grundstück statt in die Gullis laufen und sammelt sich bei uns. Andersherum ist es nicht ganz so dramatisch, sieht nur komisch aus, wenn das Haus auf einem Häufchen Erde thront.

Mal sehen, worüber ich in der kommenden Woche berichten kann. Nun wieder Bilder 🙂

Ruhigere Woche

In der vergangenen Woche ist bei uns auf der Baustelle nicht allzu viel passiert (kennt man ja eigentlich so nicht 🙂 ). Hauptgrund war natürlich das Wetter. Zum einen war es an einigen Tagen einfach zu kalt und zum anderen hat auch uns das Sturmtief Xaver heimgesucht. Gestern waren wir kurz auf der Baustelle, um mal nachzusehen, ob und was so passiert ist. Der Sturm hat zwei Unterspannbahnen zerrissen, da wir ja noch keine Dachziegel drauf haben. Diese müssen nun vor dem Decken des Daches noch ausgetauscht werden. Außerdem ist das Dixiklo umgefallen… Ich hoffe, dass sich um diese Sache die entsprechende Firma kümmern wird. Einen Eindruck vom Inneren des Dixis haben wir uns, aus wohl nachvollziehbaren Gründen, nicht verschafft 😉 .

Aber es wurde auch gearbeitet. Alle Giebelwände sind nun gemauert, auch bis in den Spitzboden hinein. Hier sind nun schon gut die zwei Fensterlöcher zu erkennen. Im Badezimmer oben ist die T-Wand auch fertig gestellt worden. Geplant war, dass der Bauherr in der vergangenen Woche schon die ersten Schlitze für Rohre und Kabel zieht, allerdings wurde der vom Chef dafür genehmigte Urlaubstag kurzfristig gestrichen. Müssen wir die nächsten Tage mal auf unsere To-Do-Liste setzen. Und auch die Klinkerarbeiten auf der unteren Hälfte des Hauses sind nun fertiggestellt. Über dem Fenster in der Küche wurde bisher die Klinkerfläche noch nicht geschlossen, was nun aber geschehen ist.

Gestern haben wir uns schon Laminat für die Schlafräume gekauft. Es gab ein interessantes Angebot in einem örtlichen Baumarkt und das Laminat gefiel uns sehr gut. Zum Glück haben wir einen Ort zum Zwischenlagern gefunden, sonst hätten wir die 24 Pakete noch nicht kaufen können. Danke hier an Sarah und Maik 🙂

Auch unser Maler macht sich schon Gedanken um die Raumgestaltung. Er war am Freitag vor einer Woche schon bei uns und hat uns einige Tapetenbücher und Farbkarten mitgegeben. Da ich ja so super gut darin bin, mich für irgendwas zu entscheiden und mir das natürlich alles richtig gut im Kopf vorstellen kann, ist die Auswahl für Tapete und Farbe für uns ein Leichtes… 😆

Ja und natürlich gibt es auch wieder Neuigkeiten von unserer äußerst kompetenten und super arbeitenden Bank. Der letzte Zahlungsabruf wurde gerade so ausgeführt, dass am letzten Tag der Zahlungsfrist das Geld beim Bauträger einging. Gestern erhielten wir eine die monatliche Abrechnung. Als ich mir diese durchsah, dachte ich, mich trifft der Schlag. Nach deren Berechnungen sollten wir schon 50.000 € mehr abgerufen haben, als es tatsächlich der Fall war. Die zur Verfügung stehende Summe war also um 50.000 € geringer. Sind ja Peanuts… Ich habe mich heute ran gesetzt und alles selbst nochmal durchgerechnet und nachvollzogen und dabei festgestellt, dass diese Aufstellung garnicht zu unserem Darlehen gehört. Bedeutet, dass man uns die Berechnung anderer Bauherren zuschickte. Einfach nur unmöglich. Es heißt also morgen für mich wieder: Telefonieren mit der netten Bank und die Dinge wieder gerade rücken… 👿

Bilder gibt es heute leider keine. Getreu dem Motto von der deutschen Modelmama Heidi K.: „Ich habe heute leider kein Foto für Dich…“

Klinker und Muskelkater

Am gestrigen Samstag haben wir das erste Mal selbst für unser Haus gearbeitet und haben die Latten für die Dachüberstände weiß gestrichen. Und was soll ich sagen? Da mein Job in erster Linie aus Sitzen besteht und ich so gar nicht mit einem geübten Handwerker zu vergleichen bin, fühlte ich mich nach achteinhalb Stunden Latten streichen wie nach fünf Tagen Dauersport. Der erste Muskelkater ist bereits zu spüren und ich mag nicht an morgen denken…

Wir können aber froh sein, dass wir diese Arbeit nicht allein verrichten mussten. Hier geht auch auf diesem Weg nochmal ein großes Dankeschön an meinen Schwager und seine Freundin und an unseren lieben Freund Marcus 🙂 Außerdem bedanken wir uns bei der Firma Peters, Schulz GmbH, dass uns eine Halle zur Verfügung gestellt wurde. Ich denke, das Ganze nach dem Einbau über Kopf zu streichen, ist nochmal blöder als sowieso schon. Wobei ich denke, dass wir trotz der gestrigen drei Streichvorgänge auch nach dem Einbau nochmal rüber müssen.

Insgesamt haben wir 145 Latten einmal mit einer Holzschutzlasur grundiert und zweimal weiß gestrichen. Natürlich haben wir auch das fotografisch festgehalten:

bei der Arbeit

bei der Arbeit

ein Teil der Latten

ein Teil der Latten

Auch am Häuschen geht es gewohnt zügig weiter 😉 Die Maurer haben schon mit dem Klinkern angefangen.

Klinkerarbeiten

Klinkerarbeiten

Ich kann nur immer wieder betonen, dass ich wirklich beeindruckt bin, wie schnell das alles geht. Am kommenden Donnerstag soll bereits die Zwischendecke geliefert werden. Dann müssen schnell die Elektroarbeiten für die Deckenspots erledigt werden, damit der Ortbeton auf die Zwischendecke aufgebracht und dann mit dem Mauern des Obergeschosses begonnen werden kann. Hier werden wir evtl. noch ein paar zeitliche Schwierigkeiten bekommen, da der Chef des Bauherren die Elektroarbeiten ausführen soll, dieser aber erst am Samstag diese beginnen kann… Wir suchen nach einer Lösung.