Es ist (an-)gerichtet

Am vergangenen Freitag feierten wir nach fünf Wochen Bauzeit unser Richtfest. Wir hatten eine wirklich schöne Feier mit ca. 40 Gästen und natürlich viel zu viel zu Essen (hier geht ein besonderer Dank an meine Schwiegermutter, die Oma meines Mannes und die liebe Nicole, die sich um unser leibliches Wohl gekümmert haben) 🙂 Und wir sagen natürlich Danke an alle Gäste, an alle helfenden Hände am Rande und an die fleißigen Bauarbeiter, ohne die wir nicht so schnell schon hätten Richtfest feiern können.

Das eigentliche Richten des Dachstuhls wurde bereits Donnerstag ausgeführt, die Feier fand dann am Freitag statt. Dann schon mit Unterspannbahnen an den Dachbalken. Bisher können alle geplanten Termine für Fenster und Hausanschlüsse gehalten werden. Es sei denn, der Wettergott hat keine Nachsicht mehr mit uns.

Wir erhielten außerdem ein Nachtragsangebot zu unserer Treppe. Eigentlich wollten wir keine klassischen Holzstreben zwischen Geländer und Stufen, sondern eine Reling. Bei der Bemusterung der Treppe haben wir es so verstanden, dass man das Modell der Bauleistungsbeschreibung gegen einen Aufpreis mit dieser Reling ausstatten könnte. Nun wird aber im Nachtragsangebot ein ganz anderes Treppenmodell angeboten, natürlich mit zusätzlichem Aufpreis. Alles in allem lägen wir dann bei ca. 1.300 Euro Aufpreis für eine andere Treppe mit der gewünschten Geländerkonstruktion. So haben wir uns das nicht gedacht. Ich werde morgen mal mit der Firma Kontakt aufnehmen und fragen, ob das nur ein Missverständnis ist oder es tatsächlich nur so geht. Das Angebot wurde ja auch erst vergessen und auf Nachfrage erstellt, vielleicht sind einige Dinge nicht mehr bedacht worden. Ansonsten bleiben wir beim Standard.

So und nun noch ein paar aktuelle Bilder:

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Wenig erfreuliche Woche

Wieder ist eine Bauwoche rum und diese ist mit vielen weniger schönen Botschaften für uns ausgefallen.

Wie ich in meinem letzten Beitrag erwähnte, sollte diese Woche die Zwischendecke geliefert werden, was so auch geschehen ist. Allerdings sollte dann der Chef des Bauherrn die Kabel in die vorbereiteten Dosen für die Deckenspots legen, damit auch der Ortbeton schnell gegossen werden kann. Jetzt kam es dem Chef aber leider anders in den Sinn und dachte irgendwie gar nicht daran, diese Arbeiten schnell auszuführen. Wir sind ja nun auch keine richtigen Kunden, die die echten Preise bezahlen und mit Gefälligkeiten hat er es scheinbar so überhaupt nicht… Das Ende vom Liede war, dass wir nun ohne Elektriker da standen. Blieb uns nur, das Angebot vom Bauträger anzunehmen und den „Hauselektriker“ mit den Arbeiten zu beauftragen. Die Arbeiten sollten ja nach dieser tollen Nachricht bereits zwei Tage später ausgeführt werden und es ist ja hinlänglich bekannt, dass die Handwerker derzeit in Arbeit versinken. Natürlich erhielten wir für die Arbeiten vorab ein Angebot von Peters und Schulz. Mit dem Chef hatten wir einige Dinge mehr besprochen als es in dem Werkvertrag von PS Haus vorgesehen ist, die nun auch eigentlich noch umgesetzt werden sollten. Tja, wie soll es anders sein, es sind wieder nicht unerhebliche Mehrkosten entstanden. Das ärgert mich wirklich maßlos.

Wo wir schon beim Thema Mehrkosten sind: auch bei den Rollläden entstehen uns welche. Wir hatten eigentlich geplant, die Rollläden erst mal mit einem Gurt auszustatten und den Motor später nachzurüsten in Eigenleistung. So war es auch mit dem Chef des Bauherrn abgesprochen. Anruf beim Fensterbauer, dass wir doch bitte entsprechend große Rollladenkästen haben möchten, damit der Motor auch reinpasst. Aussage vom Fensterbauer, dass das Nachrüsten sehr aufwändig sei und am Ende das dreifache kostet, als es jetzt schon gleich mit einbauen zu lassen. Bitteschön… 🙄

Und noch was zu Mehrkosten: auch unsere Nebeneingangstür wird teurer werden. Vorgesehen war eine T30 Feuerschutztür, weil wir ursprünglich eine Garage anbauen wollten. Nun gibt’s aber ein Carport, da sollte da auch eine richtige Nebeneingangstür verbaut werden. Natürlich auch wieder teurer…

Es nervt einfach und wir überlegen, ob wir nicht einige Dinge doch noch verändern, um die Mehrkosten auszugleichen (Fliesen umbemustern, Küche evtl. noch leicht verändern). Man muss ja so ehrlich sein. Geld kann man nur einmal ausgeben sagte mir mein Vater ein mal… Und wer weiß, ob ich in meiner Aufzählung nicht noch was vergessen habe.

Heute haben wir uns dann noch um den Flachkanal für die Dunstabzugshaube gekümmert. Dieser soll in der Erdgeschossdecke eingegossen werden, weshalb wir heute Material besorgt haben und der Bauherr alles soweit schon in der Zwischendecke eingebaut hat. Mal sehen, ob das so nun auch alles so richtig ist. Ansonsten freue ich mich auf die Mehrkosten, die evtl. auch hier noch entstehen… 👿

Am Montag haben wir einen Vororttermin mit unserem örtlichen Energieversorger, damit auch die Hausanschlüsse dieses Jahr noch gemacht werden können und ab Dienstag soll das Obergeschoss gemauert werden. Neue Nachbarn konnten wir ebenfalls kennenlernen und wie es der Zufall so will, ist dieser ein alter Klassenkamerad des Bauherrn :).

Weiterhin plant auch die Tante des Bauherrn mit ihrer Familie einen Neubau und sich dazu auch schon an unseren Bauträger gewandt 🙂 Mal sehen, wie es hier weitergehen wird.

So, jetzt habe ich meinem Unmut mal Luft gemacht. Zum Schluss gibt’s noch ein paar aktuelle Bilder:

Blick von Küche ins Wohnzimmer

Blick von Küche ins Wohnzimmer

vom Flur nach oben

vom Flur nach oben

Erdgeschossdecke Wohnzimmer I

Klinker vom Garten aus

Klinker vom Garten aus

Hier eine Entscheidung, da ein Nervenzusammenbruch…

Eine Woche ist um und es gibt wieder viel zu berichten.

Ich fange mal mit unseren Fenstern im Norden an. Ich glaube, mit meinen Grundrissänderungswünschen und jetzt auch mit den veränderten Fenstern habe ich unsere Architektin und den Bauträger fast in den Wahnsinn getrieben. Aber wir bezahlen ja nicht wenig Geld für das Haus, also soll es auch so sein, wie wir uns das vorstellen. Eine Grundrissänderung, um ein weiteres Zimmer zu bekommen, ist leider nach Rücksprache mit der Architektin nicht möglich. Dazu müsste nicht nur eine Wand mehr gezogen werden (wie ich mir das natürlich vorgestellt habe), sondern der komplette Grundriss geändert werden. Auch im Dachgeschoss. Und das würde bedeuten, dass wir einen neuen Bauantrag einreichen müssten. Alles viel zu viel Aufwand, also Idee verworfen. Noch brauchen wir das Zimmer nicht. Bis es einmal so weit sein sollte, haben wir uns dazu sicher was anderes ausgedacht. Die zweite Idee war die Veränderung der Fenster zur Straße hin. Da es zur Nordseite sowieso wenige Fenster gibt und auch keinen zweiten Giebel, möchte ich es vorn etwas moderner gestalten. Es wird nun längere und schmalere Fenster geben. Hier mal die geänderte Nordansicht:

Ich habe unserem Tischler (wer sicher erinnern kann: der, der per Gedankenüebrtragung weiß, was wir wollen 😉 ) diese Idee vorgestellt, welcher mir auch gleich die Maße vorschlug, damit das Ganze noch vernünftig aussieht. Die Fenster werden ein kleines bisschen länger als hier zu sehen. Und das tolle ist: es kostet keinen Aufpreis 🙂

Womit wir schon beim nächsten Thema wären. Der Besuch beim Tischler und die Bemusterung der Haustür, der Fenster und Innentüren. Leider musste mein Mann arbeiten, sodass ich dies allein machen musste. Ich sicherte mich natürlich vorher bei meinem Mann ab, ob er mit meinem generellen Geschmack denn einverstanden wäre 😉 Auch hier machte ich wieder die Erfahrung, dass es tausend Sachen gibt, bei denen man sich entscheiden muss, auf die nachher aber sicher keiner mehr achtet. 😀 Will ich runde, eckige oder halbrunde Fensterkanten? Soll die Abschlussleiste der Rollläden farbig zu den Fenstern sein oder weiß, wie der Rollladen? Sollen die Fenster überhaupt weiß oder farbig, wie angefragt usw.? Wir haben uns nun für farbige Fenster entschieden. Hier gab es auch eine positive Überraschung: Der Tischler erklärte mir die beiden Möglichkeiten, einen Rahmen farbig zu bekommen – Folieren oder mit Acrylfarbe. Beim Folieren hat man eine fast holzstrukturähnliche Oberfläche, die mir nicht so zusagte. Nachdem er mir dann erklärte, dass die Herstellung mit Acrylfarbe aufwändiger sei, weil es direkt in den Rahmen verbracht und gezogen wird und man auch eine dickere Farbschicht erreicht, hab ich hier natürlich gleich mit nicht unerheblichen Mehrkosten gerechnet. Aber dem war nicht so. Er sagt, preislich mache es keinen Unterschied. Sehr gut, nehmen wir die Acrylvariante 😉 So positiv ging es auch weiter. Bei dieser Bemusterung sind kaum Mehrkosten entstanden. Bei den Innentüren bin ich mir noch nicht so sicher, welche wir jetzt nehmen werden. Eine weiße mit Streifenfräsung oder eine in Holzoptik. Auch hier beide einmal zum Vergleich:

Die Holzoptiktür würde 50,00 Euro netto mehr pro Tür kosten. Wir tendieren mehr zur weißen, wobei wir im Katalog dann auch noch eine etwas veränderte Tür gefunden haben. Hier würden jeweils zwei Flächen zwischen den Streifenfräsungen etwas hervor kommen. Auch Drückergarnituren habe ich ausgesucht.

Unsere Haustür wird so aussehen (natürlich dann in dunkelgrau):

Ein weiteres Thema der Woche, welches mir auch fast ein erstes Magengeschwür bereitete, war die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes (auch wieder so ein Wort für das Bauherrenwörterbuch…). Bevor diese Bescheinigung nicht dem Notar zugeht, kann dieser auch nicht die Bestätigung über die Erreichung der Fälligkeitsvoraussetzungen rausschicken und wir nicht das Grundstück bezahlen. Denn die Bank will dieses Schreiben vom Notar haben, bevor sie Beträge auszahlt. Ich hatte in der vorvergangenen Woche bereits beim Notar danach gefragt, wurde aber vertröstet, dass dies noch eine Woche länger dauern kann. Ich diese Woche also wieder angerufen und mich erkundigt. Nichts eingegangen bisher, kann aber auch bis zu zehn Wochen nach Bezahlung der Grunderwerbsteuer dauern, die Bearbeitungszeit ist derzeit so lang. Ich sah schon alles über uns zusammenbrechen. Das war’s mit einem Baubeginn noch in diesem Jahr. Ich also beim Bankberater angerufen und nach einer Notlösung gefragt, denn der Bauträger möchte ja noch diesen Monat anfangen. Bliebe nach des Beraters Aussage nur ein Negativattest/Notarbescheinigung, mit der der Notar die Haftung für die rangrichtige Eintragung der Grundschuld übernimmt. Kostet um die 150,00 Euro. Ich dachte mir, gut bevor wir erst sonst wann anfangen können zu bauen, nehmen wir das in Kauf. Nach der Mittagspause des Notars rief ich dort wieder an um nach dieser Bescheinigung zu fragen, da unterbrach mich die nette Dame am anderen Ende und teilte mir mit, dass die Unbedenklichkeitsbescheinigung eben eingetroffen sei. Man hörte den riesen Klotz von meinem Herzen fallen. Zwei Tage später traf das Notarschreiben bei uns ein und wir reichten den ersten Zahlungsabruf bei unserer Bank ein. Mal sehen, wie reibungslos dies nun klappen wird… 🙄

Die Telekom hat uns inzwischen auch die zugesagten Unterlagen geschickt, die wir gleich ausgefüllt und in die Post gegeben haben. Bin gespannt, ob das so einfach bleibt mit denen…

Auch zum Thema Heizungsanlage gibt es wieder was (halbwegs) neues. Nicht neu ist, dass wir uns immer noch nicht entschieden haben. 😀 Neu ist, dass wir von einem Vertreter eines Anlagenherstellers die Info bekamen, dass eine Hybridwärmepumpe für ein EFH wohl überdimensioniert ist. Gleichzeitig ist uns eine andere Gas-Wärmepumpe unter die Augen gekommen, mit der wir uns in der kommenden Woche ausführlicher beschäftigen werden. Es handelt sich um eine Zeolith-Wärmepumpe. Hier eine kurze Beschreibung:

„Die zeoTHERM ist ein kompaktes Gerät, das sowohl eine Gas-Brennwert-Einheit als auch ein Vakuum-Zeolith-Modul mit dem Mineral Zeolith und Wasser enthält. Dazu gehört eine Solaranlage mit Vakuum-Röhren- oder Flachkollektoren und einem bivalenten Solarspeicher. In dieser Systemkombination ist erstmals die natürliche Wärmeerzeugung von Zeolith mit Wasser für die Heizung nutzbar, denn sie verbindet Gas-Brennwerttechnik, Solarthermie und Zeolith-Sorption zur effizienten Dreifachtechnologie.“ Quelle: https://www.vaillant.de/Produkte/Gasheizung/Zeolith-Gas-Waermepumpe/produkt_vaillant/Zeolith-Gas-Waermepumpe_zeoTHERM.html

Mal sehen, was uns dazu gesagt wird. Entscheiden müssen wir uns jedenfalls bald.

Und dann waren da noch die Deckenspots, die wir im Haus installieren lassen wollen. Da wir eine Stahlbetondecke bekommen, müssen die Spots jetzt schon geplant werden, da sie in der Zwischendecke eingegossen werden und Bohrungen später nicht möglich sind. Damit haben wir uns einen Abend beschäftigt, haben unsere Überlegungen der Architektin zukommen lassen, diese hat uns dann noch zu ein zwei Veränderungen geraten und uns dann den Preis für 22 Buchsenvorbereitungen in der Zwischendecke verraten: ca. 2.500 Euro :shock:. Nur für ein paar Plastiklöcher mit Kabeln dran. Nun gut. Wir wollen das haben, also müssen wir es bezahlen.

Morgen haben wir dann noch mal ein Gespräch mit dem Bauträger, um alle nun erstellten Pläne durchzusprechen und dann denke ich, wird es auch los gehen.