Fragen über Fragen

Der Baubeginn steht kurz bevor und es gibt so viele Dinge, mit denen wir uns entweder gedanklich auseinander setzen oder physisch ausführend kümmern müssen. Damit ich nicht allzu viel vergesse in meiner Berichterstattung, schreibe ich das Wichtigste hier einmal kurz zusammen.

Am Wochenende habe ich mich im Internet nach Wandverblendern für Innen umgeschaut, da ich hinter dem Kamin im Wohnzimmer die Wand gern mit eben diesen verkleidet hätte. Nach ein paar Anbietervergleichen und dem Blick in zwei Baumärkte kann ich sagen, dass wir hier mit einem Preis von ca. 35,00 Euro pro Quadratmeter rechnen können. Die Fläche hinter dem Kamin soll in der Größe 2,00 x 2,50m verkleidet werden, also 5m². Materialpreis würde ich jetzt inkl. aller weiteren dafür nötigen Materialien auf 300,00 Euro schätzen. Mal sehen.

Wo wir schon bei der Wand hinter dem Kamin sind, können wir mit dem auch gleich weitermachen. Wir waren bei unserem örtlichen Herrn der Kamine und haben uns beraten lassen. Kurz haben wir daran gedacht, einen wasserführenden Kamin einbauen zu lassen, um die Wärme auch für die anderen Räume nutzbar zu machen. Allerdings wäre hierfür ein noch größerer Speicher der Heizung notwendig gewesen. Kosten-Nutzen stehen in keinem ausgewogenen Verhältnis. Außerdem gibt es auch bei einem möglichen Stromausfall Probleme mit der Kühlung bzw. Abführung der Wärme des Kamins, was nicht ganz ungefährlich ist. Also Idee verworfen. Da ein Gedanke auch unserer Heizungsanlage gehört derzeit (Lüftungsanlage ja oder nein), müssen wir den Kaminkauf auch von dieser abhängig machen. Sollten wir eine Lüftungsanlage einbauen lassen wollen, muss der Kamin raumluftunabhängig sein, da ansonsten unter Umständen die Abgase durch einen entstehenden Unterdruck nicht durch das Kaminrohr nach außen transportiert sondern in den Wohnraum gesogen werden könnten. Eine solche Ausstattung macht natürlich auch wieder einen Mehrpreis am Kamin aus. Zwei Modelle sind in die engere Wahl gekommen. Dieser oder der hier. Wir sollten uns allerdings auch bald entscheiden, damit gleich bei der Bodenplatte die Löcher an der richtigen Stelle vorgesehen werden können. Es geht natürlich auch im Nachhinein, aber dann kann es sein, dass wir unschöne Verlängerungsrohre im Blickfeld haben. Preisvorstellung wurde selbstverständlich wieder nicht eingehalten *hust*

Kurze Anmerkung meinerseits: über solche Sachen macht man sich wahrscheinlich nur Gedanken, wenn man Bauherr ist. Was es alles zu bedenken gibt. Meine Vorstellung, Kamin aussuchen und gut, war wohl nicht ganz treffend…

Und dann die Heizungsanlage. Bauen wir eine kontrollierte Wohnraumbelüftung mit ein oder nicht? Schwierige Frage. Der Bauherr versucht gerade, die zusätzlichen Kosten dafür auszumachen. Wir haben zwei Möglichkeiten, zwischen denen wir wählen können: Brennwerttherme und Lüftungsanlage getrennt voneinander oder in einem Gerät. Da neben dem Kostenfaktor auch die Pflege und Wartung dieser Anlage entscheidend ist, müssen wir Pro und Contra vergleichen und uns dann entscheiden. Preise haben wir auch noch keine, brauchen wir aber für unsere Pro- und Contraliste. Ich werde hierzu weiter berichten. Und wenn wir uns dann mal entschieden haben, werde ich unsere Heizungsanlage in einem gesonderten Artikel mal genauer vorstellen.

Auch die Telekom weiß nun von unserem Bauvorhaben und wird uns in den nächsten 10 – 14 Tagen Unterlagen für die Beantragung einer Telefonleitung zuschicken. Nach Aussage der netten Dame am anderen Ende der Bauherrenhotline sind wir damit noch nicht zu spät dran, obwohl auf der Internetseite darum gebeten wird, Anträge möglichst mindestens 12 Wochen vor Baubeginn einzureichen. Wollen wir ihr mal glauben. Aber wie die eigene Erfahrung als Bestandskunde der Telekom und die anderer Bauherren im Bezug auf einen Neuanschluss zeigen, gehe ich hier mal noch von einigen Problemen aus, die auf uns zukommen werden. Auch hier werde ich weiter auf dem Laufenden halten. Gas- und Wasseranschlüsse müssen auch beantragt werden. Der Versuch, selbst die dafür nötigen Unterlagen vom ansässigen Energieversorger zu beschaffen, gelangen natürlich nicht. Anruf vom Bauträger und es klappt. Zumindest die telefonische Zusage über die Zusendung der Unterlagen.

Und nebenbei umtreibt uns die Frage, ob wir unseren Spitzboden ausbauen sollen, um einen zusätzlichen Raum z. B. für ein Arbeitszimmer zur Verfügung zu haben. Die Frage der Machbarkeit ging auch gleich an unseren geduldigen Bauträger, der hoffentlich nicht langsam etwas genervt von unseren häufiger werdenden Änderungswünschen ist. Die Zeichnerin hat auch gleich mal einen möglichen Ausbau skizziert und die Treppe eingezeichnet – und hier liegt das Problem. Sie befände ich in unserem Schlafzimmer, weil der Flur wohl nicht groß genug für eine kleine Treppe nach oben wäre. Das gefällt mir garnicht. Ich also wieder ne Mail an den Bauträger geschrieben, wie schwierig und aufwändig eine kleine Grundrissveränderung im EG wäre. Man bedenke, wir stehen kurz vor Baubeginn und Bodenplattenherstellung. Ich kann mir die Antwort fast denken, aber fragen kostet ja bekanntlich nichts… Ich denke, wir sollten uns für das Projekt Arbeitszimmer weitere Alternativen überlegen.

Achja, vom Finanzamt gibt es auch noch etwas zu berichten. Die Grunderwerbssteuer wurde vor 2,5 Wochen von uns überwiesen, damit der Notar den Bescheid über die Erfüllung der Fälligkeitsvoraussetzung (tolle Wörter, die man so lernt) erstellen kann. Die benötigen wir, damit wir unseren ersten Zahlungsabruf zum Darlehen einreichen können. Nach einem Anruf beim Notar weiß ich nun, dass da noch nichts eingegangen ist. Und das wohl auch noch ein paar Tage dauern kann. Ich hoffe, dass das alles noch rechtzeitig vor geplantem Baubeginn passiert, denn ohne bezahltes Grundstück kein Baubeginn. Wir warten weiter. Warten, eine der Disziplinen, in denen Bauherren Goldmedaillenanwärter sind.

Soviel zu den „paar Neuigkeiten“.

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