Auf der Suche nach dem Schacht

Eine weitere Woche unseres Hausbaus ist rum und auch in dieser Woche wurden natürlich wieder ein paar Arbeiten erledigt. Ich denke aber, dass dies wohl der letzte Bericht für dieses Jahr sein wird, denn auch die Mitarbeiter von Peters und Schulz haben sich mal eine Pause verdient. In den nächsten zweieinhalb Wochen wird wohl nichts auf der Baustelle passieren.

Momentan werden bzw. wurden hauptsächlich Arbeiten ausgeführt, die man auf den ersten Blick nicht gleich sieht. Außerdem können wir immer erst nach der Arbeit unseren Baustellenbesuch antreten; dann ist es meistens schon dunkel und mit einer Taschenlampe sieht man auch nicht wirklich viel.

Erkennbar war, dass die Schlitze, die der Bauherr für die Anschlüsse ausgestemmt hat, wieder mit Mörtel verfüllt wurden. Außerdem wurde die Dämmung des Wärmedämmverbundsystems bis auf ganz kleine Ausnahmen an allen vorgesehenen Stellen angebracht. Auch die zwei kleinen Dreiecke des Giebels im Obergeschoss, die beim letzten Bericht noch offen waren, sind nun mit Holzplatten verschlossen worden. Mit den weißen Dämmplatten kann man sich nun schon ganz gut vorstellen, wie das fertige Ergebnis mit weißem Putz später aussehen wird :). Das vergessene Fenster, welches als Ausstiegsluke für den Schornsteinfeger gedacht ist, wurde nun auch ins Dach eingesetzt. Und es wurde auf einer Seite bereits der Grundputz aufgebracht. Dazu Bilder:

Natürlich gab es aber auch wieder kurioses: Uns umtreibt seit der Herstellung der Hausanschlüsse die Frage, welchen Abwasserschacht vor dem Haus für uns vorgesehen ist – denn es gibt zwei. Laut dem Plan des Wasserverbandes soll er sich links vor dem Haus befinden. Dieser liegt aber schon auf dem Nachbargrundstück. Der zweite Schacht ist zwar auf unserem Grundstück, ist aber auf der rechten Seite vom Haus und auf den Plänen nirgends zu finden. Also Anruf beim Bauleiter, Bauleiter ruft beim Wasserverband an, Wasserverband guckt komisch aus der Wäsche. Denn an denen ist es wohl vorbei gegangen, dass seit der Erstellung ihrer Pläne sich die Grundstücksgrößen nochmal veränderten und ein Grundstück sogar garnicht mehr existiert. Es wurde ein Tag zur Klärung benötigt und uns dann mitgeteilt, dass wir den rechten Schacht nehmen mögen, da uns bei Inanspruchnahme des linken Schachtes unser Nachbar ein Wegerecht einräumen müsste. Dieses Wort allein klingt schon wieder nach komplizierten Vorgängen und zusätzlichen Mehrkosten… 😀 Aber die Merkwürdigkeit konnte ja zügig aufgeklärt werden.

Nun möchten wir noch allen ein schönes Weihnachtsfest und ein paar entspannte Feiertage wünschen!

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Wir haben geschlossen!

Genauer gesagt haben wir inzwischen ein nahezu geschlossenes Haus. 🙂

Es ist also wieder einiges passiert. Das Dach wurde leider noch nicht wie angekündigt in der letzten Woche gedeckt. Mit diesen Arbeiten wurde erst heute begonnen. Soweit ich das heute im dunkeln beurteilen konnte, können diese Arbeiten aber morgen abgeschlossen werden. Auch haben heute die Arbeiten am Wärmedämmverbundsystem ihren Anfang gefunden. Nach Aussagen des Bauleiters kann aber bei diesen Temperaturen höchstens noch der Grundputz angebracht werden. Alles andere wird wohl zum Frühling hin ausgeführt.

Wir haben nun aber Fenster und Türen, womit das Haus ein ganzes Stück winterfester gemacht wurde. Das Einsetzen der Fenster hat ca. 2,5 Tage in Anspruch genommen. Nun wirkt die Außenansicht wieder ganz anders und wir konnten unser Haus jetzt auch schon mal aufschließen – mit einem richtigen Schlüssel 😉

Ein Pulsbeschleuniger waren die Hausanschlussarbeiten am vergangenen Donnerstag. Mein Vater hat die dafür benötigten Gräben am Vortag ausgehoben und am nächsten Morgen rückte die ausführende Firma der Versorger an. Die stellten dann aber fest, dass der Graben zu flach ausgehoben wurde und dass statt des Leerrohres für den Gasanschluss die Abwasserleitung freigelegt wurde. Natürlich wurden wir gleich darüber informiert und wir versuchten von unseren Arbeitsstätten aus meinen Vater wieder zur Baustelle zu lotsen, um doch noch ein bisschen tiefer zu buddeln. Zum Glück ist dies geglückt (ein wenig später und die Arbeiter wären wieder abgezogen), allerdings befand sich der Minibagger schon wieder auf einer anderen Baustelle, sodass mein Vater den zweiten benötigten Graben drei Meter lang und ca. 1,60m tief mit der Hand ausheben durfte. Die ausführende Firma war zwischenzeitlich mit mindestens vier Mitarbeitern anwesend, sogar mit einem Minibagger, aber keinem der freundlichen Herren kam es in den Sinn, meinem Vater mal zur Hand zu gehen. Es wurde sich auf sinnvolles Lamentieren am Grabenrand beschränkt, dass dann eben die bisher zugänglichen Anschlüsse gemacht werden könnten und der Gasanschluss dann einen anderen Tag (wer weiß wann im neuen Jahr) gemacht würde. Denn der Bauherrenvater würde ja so schnell auch den benötigten Graben nicht herstellen können. Nach kurzer aber bestimmter Ansage vom Bauherrenvater, die Arbeiten an den zugänglichen Anschlüssen doch mal aufnehmen zu können, wurde dann hier auch mal gearbeitet. Es wurde nicht schlecht geguckt, dass der Graben dann doch fix ausgehoben war und auch der Gasanschluss wie besprochen ins Haus gelegt werden konnte. Ich möchte nur am Rande noch erwähnen, dass mein Vater dann den zuständigen Bauarbeitern noch zur Hand ging, um die Leitungen schnell ins Haus zu bekommen… Ich freue mich schon auf die Rechnung (für’s Zugucken). Damit die Anschlüsse ihren Weg ins Haus finden konnten, musste auch eine Wand im HWR bereits verputzt werden. Hier sind wir mit der Ausführung aber nicht ganz zufrieden. An der unteren Kante des Fensters wurde ein Eckprofil scheinbar zu kurz abgeschnitten, sodass wir auf einer länge von ca. 15cm keine gerade Kante im rechten Winkel, sondern einen unschönen welligen Abschluss haben. Zwar kommt hier noch eine Fensterbank drauf, aber trotzdem sollten die Arbeiten sauber ausgeführt werden. Wir werden dies noch an den Bauleiter heran tragen.

Inzwischen ist auch der Bauherr tätig geworden und konnte die ersten Arbeiten ausführen. Es wurden einige Schlitze in die Porotonwände gezogen und erste Leitungen verlegt. Ebenfalls heute hat sich der Bauherr mit dem Elektriker auf der Baustelle getroffen, um die Elektroinstallation durchzusprechen. Ich konnte leider nicht dabei sein, da ich keinen Urlaub bekam. Ich erhielt aber einen ausführlichen Bericht und einige Dinge auf meinen Zettel, über die ich noch nachdenken und mich dann entscheiden soll. Meine Lieblingsaufgabe… 😀

Ansonsten gucken wir mal, was dieses Jahr noch geschafft werden kann. Das Jahr hat ja nur noch zwei Wochen. Die Elektroarbeiten werden zumindest dieses Jahr nicht mehr ausgeführt und damit auch nicht die Innenputzarbeiten. Ich denke, das Tempo hat mittlerweile normale Ausmaße angenommen. Leider bin ich durch die von Peters und Schulz vorgelegte Geschwindigkeit noch leicht verwöhnt. 😉 Aber wir freuen uns jetzt erstmal, dass das Haus vor dem Winter geschlossen werden konnte und haben auch nichts dagegen, wenn der Winter sich weiter in anderen Ländern aufhält.

Und nun Impressionen: